HSBC hat die koreanischen Aktien von "Neutral" auf "Übergewicht" hochgestuft, da sich die Risiken durch höhere Schulden reduziert und die Gewinnvisibilität verbessert haben. Die Strategen des Bankhauses haben auf einen Rückgang der Marginkreditbeträge um 21 Milliarden Dollar und eine Kontraktion der verzinsten ETF-Assets auf etwa ein Viertel der vorherigen Niveaus hingewiesen, was auf eine Stabilisierung des Marktrisikoprofils hinweist.
Die Hochstufung folgt Prognosen, nach denen die koreanischen Unternehmensgewinne im Jahr 2026 um mehr als 300 Prozent steigen und im Jahr 2027 um etwa 30 Prozent wachsen werden, wie FactSet-Konsensschätzungen zeigen. Der HSBC-Stratege Herald van der Linde hat darauf hingewiesen, dass der Gewinnswung auch über die Speicherchip-Hersteller hinausreichen könnte, wenn die US-Datencenterausgaben resilient bleiben und Sektoren wie Stromgeräte, Energiespeicher und Ingenieurbau davon profitieren.
Van der Linde hat darauf hingewiesen, dass die Gesamtnachfrage nach koreanischen Aktien weiterhin stabil bleibt, unterstützt durch verbesserte Sichtbarkeit in die Unternehmenskassenflüsse. Bis 2027 sollen Kassenflüsse etwa ein Viertel der Gesamtaktiva der an der Börse gelisteten koreanischen Unternehmen ausmachen, was auf stärkere Bilanzen hinweist. Samsung Electronics, ein Schlüsselakteur auf dem Markt, plant, 50 Prozent seines freien Cash-Flows zurückzugeben, was Analysten zufolge bei aktuellen Aktienpreisen zu einem etwa 7-Prozent-Dividendenrendite im Jahr 2026 führen könnte.
Die Ausrichtung der ausländischen Investor-Allokationen auf koreanische Aktien hat sich auch geändert, mit Samsung Electronics und SK Hynix, die nun etwa 10 Prozent der globalen Emerging-Market-Portfolios ausmachen, gegenüber 13 Prozent im Juni. Die Anpassung spiegelt eine breitere Reevaluierung der Aussetzung an den koreanischen Markt wider, die sich auf sich ändernde Risikodynamiken zurückführen lässt.








