HSBC hat seine Prognosen für die Rendite der US-Staatsanleihen für 2026 und 2027 erhöht, indem es auf einen hawkisheren Ausblick der US-Notenbank und anhaltende fiskalische Druckfaktoren verweist. Die Bank behielt ihren Grundannahmen bei, dass die Fed die Leitzinsen bis 2026 und 2027 stabil halten wird, sieht aber nun eine fast gleichwahrscheinliche 25-Basispunkte-Erhöhung im September, da die Beratungen des FOMC sich verschärfen.
Die Zinsrendite für zehnjährige Staatsanleihen soll bis Ende 2026 auf 4,20 % steigen, gegenüber einem ursprünglichen Prognosewert von 3,85 %. Für das Jahr 2027 wird ein Wert von 3,95 % prognostiziert, gegenüber einem früheren Schätzungswert von 3,50 %. Die Rendite für zwanzigjährige Staatenanleihen soll bis zum Ende des Jahres 2026 auf 4,65 % steigen, mehr als die zuvor prognostizierte 4,30 %. Bis Ende 2027 wird eine Anstieg auf 4,75 % erwartet.
HSBC begründete die Aufwertung mit einer zunehmend asymmetrischen Verskeuchenung der Risiken aus dem dualen Mandat der Fed, die laut der Bank auch dann weiter anhaltenden Aufwärtsdruck auf die Zinsen auf der Front-end-Segmente ausüben dürfte, selbst wenn es keine unmittelbare Geldstraffung gibt. Die Bank führte auch an, dass Aussagen des Vorsitzenden der Federal Reserve, Kevin Warsh, auf dem Jackson Hole Economic Symposium darauf hindeuteten, dass die Reaktionsfunktion der Zentralbank zur Eindämmung der Laufzeitpreise beitragen könnte und damit in Kürze möglicherweise zu einer Entspannung der Zinsen auf der Front-end-Segmente führen könnte.
Auf längerem Sichtverlauf sieht die HSBC eine höhere Staatsdeficit vor, was die Finanzierungskurve weiter verschärfen und die Tendenz zu höheren Renditen verstärken dürfte.













