Die Aktien von HP Inc sanken am Donnerstag in der Vorbörsenhandelszeit um fast 10 % auf 27,49 US-Dollar, nachdem das Unternehmen im dritten Geschäftsquartal Ergebnisse veröffentliche, die zwar die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen konnten, aber dennoch einen Umsatz- und Gewinnanstieg bedeuteten.
Das Technologieunternehmen mit Hauptsitz in Palo Alto meldete für das Quartal Einnahmen in Höhe von 15,7 Milliarden Dollar, was ein Plus von 12,5 % gegenüber dem Vorjahreswert darstellt und über dem Konsensschätzungen von rund 14,34 Milliarden Dollar gelegen ist. Das bereinigte EPS amounted auf 0,83 Dollar, was die geschätzten 0,66 Dollar überstieg. Beide Werte enthielten jedoch eine Dividende von 0,11 Dollar je Aktie aufgrund der Zollrückforderung, die die tatsächliche Entwicklung verschleierte.
Der Umsatz der PC-Einheiten fiel im Vergleich zum Vorjahr um 16%, was darauf hindeutet, dass das Umsatzwachstum vor allem durch Preissteigerungen und einen Übergang zu höher margentativen Produkten durchgesetzt werden konnte und nicht durch die steigende Nachfrage. Der operative Gewinn der Persönlichen Systeme sank auf 4,6%, was auf die höheren Kosten für Speicher und Speicherung zurückzuführen ist. Laut der Geschäftsleitung kann diese Entwicklung auch im vierten Quartal anhalten.
Für das aktuelle Quartal erwartete HP ein bereinigtes EPS im Bereich von 0,69 bis 0,79 US-Dollar, was knapp über der von Analysten vorhergesagten Konsensschätzung von 0,67 US-Dollar lag. Der outlook beinhaltet einen geschätzten Vorteil von 0,08 US-Dollar pro Aktie durch zölenschutzrechtliche Erstattungen, die diesen Effekt ausgenommen würde der Mittelpunkt der Prognose unterhalb der Marktvergnigungen liegen.
Der breitere Marktverlauf fiel nicht mit dem Rückgang von HP ein, da der S&P 500 um 0,5% und der Nasdaq um 1,1% stieg, nachdem ein führender Hersteller von Chips für künstliche Intelligenz starke Ergebnisse präsentiert hatte. Die Insideraktivität erregte ebenfalls Aufmerksamkeit, da Führungskräfte in den letzten 12 Monaten netto verkauften und keine aufgezeichneten Ankäufe vor der Veröffentlichung der Ergebnisse tätigten.
Die Aktienentwicklung von HP reflektierte die Sorgen der Anleger über marginale Belastungen und vorsichtige Prognosen, obwohl der Umsatz und das Ergebnis im Quartal überdurchschnittlich waren.












