Alphabets Google hat sich bereit erklärt, 260 Millionen Pfund zu zahlen, um eine in Grossbritannien anhängige Klage von App-Entwicklern wegen angeblich wettbewerbswidrigen Verhaltens im Play Store beizulegen.
Die in einem 19-seitigen Abkommen dargelegte Einigung regelt die Vorwürfe, Google habe seine Marktmacht missbraucht, indem es Entwickler daran gehindert habe, Apps über alternative Kanäle zu vertreiben, und eine Provision von 30 Prozent erzwungen habe. Die Klage, angeführt von Professor Barry Rodger, forderte Schadensersatz in Höhe von mehr als 1 Milliarde Pfund im Namen britischer App-Entwickler, die über die Plattform von Google Produkte vertrieben hatten.
Gemäss den Vertragsbedingungen bestreitet Google jede Haftung oder ein Fehlverhalten. In der Vereinbarung heisst es, das Unternehmen «glaubt, über starke Verteidigungsargumente gegenüber den Ansprüchen von Professor Rodger zu verfügen». Die Einigung vermeidet einen Prozess, der für nächsten Monat vor dem Competition Appeal Tribunal in London angesetzt war.
Rodger, der die Sammelklage initiiert hatte, bezeichnete das Ergebnis als «ein grossartiges Ergebnis» für Entwickler und verwies darauf, dass die Genehmigung der Einigung Unternehmen entschädigen könne, die nicht in der Lage gewesen wären, einzeln gegen Google vorzugehen. Der Fall ist der vierte grosse Kartellrechtsstreit gegen ein grosses Technologieunternehmen seit Anfang 2025, nach ähnlichen Verfahren gegen Apple, Qualcomm und Sony.
Die Auszahlung von 260 Millionen Pfund, was etwa 353 Millionen Dollar entspricht, folgt auf eine Phase verstärkter aufsichtlicher Prüfung von App-Store-Richtlinien in Europa und weltweit.













