Deutschland führte seine Führungsposition in der Erteilung von Kryptolizenzen in der Europäischen Union gemäß der Verordnung zu Märkten für Kryptowerten (MiCA) weiter aus, nachdem sechs weitere kooperierende Banken in die jüngste Registeraktualisierung der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) aufgenommen wurden.
Die Aktualisierung durch die ESMA am Freitag erhöhte die Gesamtzahl der zugelassenen Anbieter von Krypto-Geldvermögen (Crypto Asset Service Providers, CASPs) auf 331, gegenüber 325 im vorangegangenen Registerupdate vom 12. August. Die sechs neuen Teilnehmer waren alle deutsche Genossenschaftsbanken: Raiffeisenbank Aidlingen, Ihre Volksbank, VR-Bank Mittelfranken Mitte, Volksbank Euskirchen, VR Bank Ried-Überwald und Volksbank Backnang.
Deutschland verfügt inzwischen über 79 genehmigte CASPs und übertrifft damit Frankreich mit 35 und die Niederlande mit 29. Das Gesamtzahl stieg von 57 Ende Juni, als Deutschland bereits die Spitzenposition im ESMA-MiCA-Register innehatte. Die Deutsche Bundesbank (BaFin) führt die hohe Anzahl von Genehmigungen auf den großen Finanzsektor des Landes sowie die Zahl der Kreditinstitute zurück, die in der Lage sind, Krypto-Dienstleistungen anzubieten.
Die BaFin nahm auch zur Kenntnis, dass das bereits bestehende nationale Lizenzregime in Deutschland es einigen CASP ermöglicht, während der phaseden Umsetzung der Verordnung durch vereinfachte Genehmigungsverfahren auf vollständige MiCA-Konformität zu wechseln. Die Datensätze von ESMA für die Vermögensreferenz-Tokens (ART) und die elektronischen Zahlungsmittel-Tokens (EMT) blieben unverändert, wobei das ART-Register weiterhin leer, das EMT-Register 43 Einträge und die Liste der nicht konformen Entitäten stabil bei 167 Einträgen lagen.













