Der deutsche Versicherer Talanx hat am Freitag ein Rekord-H1-Gewinn von 1,5 Milliarden Euro vermeldet. Großschäden sanken und Anlageerträge stiegen an.
Die Mehrheitseigentümerin HDI V.a.G. hat für die sechs Monate bis zum 30. Juni einen Gewinn von 1,5 Milliarden Euro ausgewiesen, 300 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Der operative Gewinn stieg um 13% auf 1,6 Milliarden Euro, übertraf damit die Erwartungen der Analysten.
Talanx führt die bessere Leistung auf die Verringerung der Großschäden zurück, die von 341 Millionen Euro auf 485 Millionen Euro im Vorjahr sanken. Anlageerträge stiegen auf 1,3 Milliarden Euro von 1,1 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.
Das Versicherungsgeschäft von Talanx, das größte Geschäftsfeld, verzeichnete einen Gewinnanstieg von 15% auf 1,2 Milliarden Euro. Der Lebens- und Krankenversicherungsbereich stieg um 8% auf 410 Millionen Euro, während der Rückversicherungsbereich um 12% auf 170 Millionen Euro stieg.
Talanx hat seine Vorjahresprognose bestätigt und einen Gewinn von mindestens 2,3 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von mindestens 2,4 Milliarden Euro für das gesamte Jahr prognostiziert. Die Aktien des Unternehmens stiegen um 2,1% im Morgenhandel an der Frankfurter Börse.
Analysten von Jefferies sehen die Ergebnisse als Zeichen für eine disziplinierte Risikoverwaltung und verbesserte Anlageerträge an. Sie warnen jedoch vor möglicher Volatilität im zweiten Halbjahr aufgrund geopolitischer Risiken und wirtschaftlicher Unsicherheit.


