Die deutsche Verteidigungsdrone-Start-up Helsing hat sich mit dem japanischen Konzern Rakuten zusammengetan, um den japanischen Verteidigungssektor zu betreten. Ziel ist der Verkauf des HX-2-Drone-Systems an die japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte.
Die Vereinbarung, die am Dienstag bekannt gegeben wurde, markiert Helsings ersten großen internationalen Verteidigungsvertrag und positioniert das Berliner Unternehmen, um im japanischen expandierenden Sicherheitsbeschaffungslandschaft zu konkurrieren. Rakuten, über seine Tochtergesellschaft Rakuten Group Inc., wird den Zugang zum Markt und die Logistik für Helsings HX-2 ermöglichen, ein mittelhohes, langdauerndes unbemanntes Luftfahrzeug, das für Überwachungs- und Aufklärungsmissionen konzipiert wurde.
Die japanische Verteidigungsbeschaffung hat sich in den letzten Jahren beschleunigt, bedingt durch erhöhte regionale Spannungen, einschließlich der Raketenstarts Nordkoreas und der militärischen Aktivitäten Chinas in der Nähe japanischer Territorien. Die japanische Regierung hat das Verteidigungshaushalt für das Haushaltsjahr 2025 erhöht, mit einem Fokus auf die Verbesserung der Fähigkeiten von unbemannten Systemen, um die Situationssicherheit und die Reaktionszeiten zu verbessern.
Helsing, gegründet 2021, hat sich durch seine AI-gesteuerten Drohntechnologie ausgezeichnet, die Computersehen und autonome Navigation integriert. Das Unternehmen hat vorher Systeme an europäische Verteidigungsagenturen geliefert, aber die Finanzbedingungen der Rakuten-Partnerschaft oder die projizierten Verkaufsvolumina für den japanischen Markt wurden nicht offengelegt.
Analysten weisen darauf hin, dass Japans Verteidigungsindustrie weitgehend domestiziert bleibt, mit begrenzter ausländischer Beteiligung an großen Beschaffungsprogrammen. Die Rakuten-Helsing-Kooperation könnte ein Signal für einen Schritt hin zu größerer internationaler Zusammenarbeit im japanischen Sicherheitssektor, insbesondere in den Bereichen der Entwicklung neuer Technologien wie Drohnen und AI-gesteuerten Systemen.
Die Vereinbarung folgt Japans jüngsten Bemühungen, seine Verteidigungsbeziehungen zu diversifizieren, einschließlich Vereinbarungen mit US-amerikanischen und europäischen Firmen für fortschrittliche militärische Ausrüstung. Helsings Einstieg in Japan könnte durch regulatorische Hürden behindert werden, bedingt durch Japans strenge Exportkontrollen auf Verteidigungstechnologien, aber Rakutens lokaler Präsenz könnte die Erfüllung von Compliance-Anforderungen erleichtern.



