Der Schweizer Sanitärsystementshersteller Geberit verzeichnete im ersten Halbjahr einen Nettoerfolg von 2,8 % auf 1,71 Mrd. Franken, da starkes Volumen und Preissteigerungen die negativen Auswirkungen der Währungskurse auswiesen. Die Aktien des Unternehmens schnürten am Mittwoch mit einem Plus von über 7 % zu, nachdem Jefferies sein Kursziel auf 698 Franken erhöht hatte, was etwa einen Aufwärtspotenzial von 32 % gegenüber dem vorherigen Schlusskurs von 527 Franken implizierte.
Der operative Cashflow (EBITDA) zum ersten Halbjahr stieg um 3% auf 529 Millionen Franken, während die EBITDA-Marge gegenüber dem Vorjahr um etwa 80 Basispunkte auf 30,9% gesunken ist. Der Nettoertrag legte um 7,4% auf 364 Millionen Franken zu, während der Gewinn pro Aktie um 7,9% auf 11,09 Franken stieg. Der freie Cashflow hingegen sank um 12,1% auf 217 Millionen Franken, und die Nettoverschuldung stieg von 1,17 Milliarden auf 1,33 Milliarden Franken.
Die Nettoverkäufe im zweiten Quartal beliefen sich auf 838 Millionen Franken, etwas über 4% höher als die Konsensschätzungen, und wiesen eine währungsjustierte Steigerung von 8,8% auf. Die Wachstumsrate beruht ausschließlich auf der Steigerung des Absatzes, da Preispauschalen erst im Juni vollständig umgesetzt wurden. Regional betrachtet war Osteuropa mit einer Steigerung von 11,8% führend, gefolgt von der Schweiz mit 9,7% und Italien mit 6,9%. Westeuropa verzeichnete einen Rückgang von 0,4%, angetrieben durch die Schwäche in Frankreich und dem Vereinigten Königreich.
Geberit bekräftigte ihre Gesamtjahresprognose und prognostiziert ein währungsjustiertes Nettowachstum von 5 % bis 6 %, was oberhalb des Konsens von 4,4 % liegt. Das Unternehmen hat außerdem die Prognose für den EBITDA-Margin auf dem Niveau des Vorjahres bestätigt. Die Analysten stellten fest, dass das Management eine vorsichtige, optimistische Haltung zur Wohnbebauung und Renovierung in Europa einnahm.
Das Unternehmen hat Anfang Juni einen Aktienrückkauf im Umfang von 300 Millionen Franken abgeschlossen und ein neues, auf bis zu 300 Millionen Franken kalkuliertes zweijähriges Programm lanciert. Jefferies hat seine Kaufempfehlung aufrecht erhalten und verweist auf das Q2-Ergebnisplus sowie das geringe Interesse von Investoren am Sektor.













