Die britische Pfund hat gegenüber dem US-Dollar abgewertet, wobei GBP/USD um 0,33% auf 1,3500 sank. Der Rückgang des Pfunds erfolgt gegen den Hintergrund wachsender Erwartungen auf Zinserhöhungen von der Bank of England, wobei die Märkte mindestens zwei Erhöhungen bis März nächsten Jahres einpreisen. Zuvor hatte das Pfund auf sein Höchst seit dem 29. August gestärkt.
Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöhte alle drei Leitsätze um 25 Basispunkte, so dass der Depositzinssatz auf 2,50 % gestiegen ist. Der Euro hat sich auch gegenüber dem Dollar abgeschwächt; der EUR/USD-Kurs wurde um 0,25 % auf 1,1601 gesenkt.
Brent-Rohöl ist auf über 105 US-Dollar je Barrel geklettert, die Futures für Brent-Öl liegen bei 103,19. Die Daten zur US-Produktionspreisinflation (PPI) zeigten, dass die PPI für die Endnachfrage im August im Monatsvergleich um 0,4 % gestiegen ist und die Jahresrate auf 5,4 % gestiegen ist. Energie entfiel mit weit über drei Vierteln aus dem monatlichen Anstieg der Güterpreise, wobei der Dieselölpreis um 24,1 % gestiegen ist.
ING FX-Stratege Francesco Pesole stellte fest, dass die Ankündigung des US-Finanzministeriums zu einem 6 Milliarden-Dollar-Kauf von langlaufenden Bonds dazu beitragen könnte, dass der Dollar effizienter auf externe Faktoren wie höhere Ölpreise und schwächere Aktien reagieren kann. Pesole hält jedoch fest, dass es unwahrscheinlich ist, dass die Marktteilnehmer den Narrativ des Dollardebasements noch so schnell aufgeben werden.
Der Kursrückgang der britischen Pund kommt vor dem Treffen der Federal Open Market Committee (FOMC) kommende Woche. Der Konflikt im Nahen Osten hat auch die Energieversorgung beeinflusst und hat zu der starken Preissteigerung von Rohöl beigetragen.













