Pasqal, ein französisches Unternehmen für Quantuminformatik, notierte am Freitag bei seinem Einstand auf der Nasdaq um 55% nach einem Eröffnungsschub von 73%, was die Firma auf schätzungsweise 2 Milliarden US-Dollar bewertete. Die Aufwärtstur folgte auf den Markteintritt des Unternehmens, der durch bedeutende Investoren wie Bpifrance, Microsoft, Google und IBM unterstützt wurde.
Das Unternehmen, das sich auf Quantenprozessoren spezialisiert hat, die verschränkte Atome mit Lasern steuern, berichtete über einen Umsatz von 16,5 Millionen Euro für 2025. Bislang hat Pasqal sieben Maschinen in Betrieb genommen, wovon vier in nationalen Supercomputing-Zentren in Frankreich, Deutschland, Italien und Kanada installiert sind. Die Produktionsanlagen in Frankreich und Kanada sind auf eine jährliche Herstellung von bis zu 13 Maschinen ausgelegt.
Pasqals Technologie, die auf dem quantentheoretischen Phänomen der Verschränkung und der atomaren Steuerung basiert, hat den Interesse von Branchen geweckt wie etwa der Arzneimittelentdeckung, der Materialwissenschaft und der Finanzmodellierung. Als Mitbegründer des Unternehmens hat Alain Aspect, der 2022 der Nobelpreis für Physik erhielt, zu den grundlegenden Forschungsarbeiten beigetragen. Trotz der Fortschritte bleibt die weitverbreitete kommerzielle Nutzung durch anhaltende Fehlerraten im Bereich der Quantentechnologie eingeschränkt.
Die Branchenkollegen haben sich ambitionierte Zeitpläne gesetzt: Google rechnet mit exklusiven Anwendungen auf Quantenebene innerhalb von fünf Jahren, während IBM eine grosse Quantenmaschine bis 2029 plant. Bei Pasqal befindet sich Saudi Aramco auf der Kundenliste, das die Technologie für die Modellierung unterirdischer Ölreserven evaluiert.












