Ausländische Investoren kürzten ihre US-Treasury-Sicherheiten-Halter im Juni um 78 Milliarden Dollar, der größte monatliche Rückgang seit März 2021, wie vorläufige Daten des US-Finanzministeriums zeigen.
Japan, der größte ausländische Halter von Treasuries, reduzierte seine Position um 27 Milliarden Dollar auf 1,11 Billionen Dollar. Das Vereinigte Königreich verringerte seine Halter um 21 Milliarden Dollar auf 668 Milliarden Dollar, während China, der zweitgrößte Halter, seinen Anteil um 30 Milliarden Dollar auf 770 Milliarden Dollar reduzierte. Die Rückgänge trugen zu einem breiteren Rückgang der ausländischen Besitztümer von US-Regierungsverschuldung bei, die auf 7,59 Billionen Dollar sanken, von 7,67 Billionen Dollar im Mai.
Die Ausfälle wurden teilweise durch Zuwächse von anderen großen Haltern ausgeglichen. Luxemburg fügte 10 Milliarden Dollar zu seinen Haltern hinzu, so dass sein Gesamtbestand 374 Milliarden Dollar betrug, während Belgien seinen Anteil um 5 Milliarden Dollar auf 277 Milliarden Dollar erhöhte. Die Veränderungen spiegeln anhaltende Portfolio-Justierungen durch Zentralbanken und institutionelle Investoren wider, die sich auf sich ändernde globale monetäre Politikerwartungen und Wechselkurse dynamiken anpassen.
Die Daten unterstreichen die Empfindlichkeit des ausländischen Bedarfs an US-Treasuries gegenüber Änderungen in Zinsdifferenzen, Wechselkursbewegungen und geopolitischen Überlegungen. Der Rückgang im Juni folgt einem Zeitraum erhöhter Volatilität in den globalen Anleihenmärkten, der durch Erwartungen divergierender Zentralbankpolitiken und Sorgen über Wirtschaftswachstum in wichtigen Regionen getrieben wurde.
US-Treasury-Renditen stiegen moderat in den Tagen nach der Veröffentlichung der Daten, da Investoren die Perspektive für die Federal-Reserve-Politik und die Attraktivität von Dollar-denominierten Anlagen neu bewerteten. Der 10-jährige Treasury-Rendite stieg auf 4,35% von 4,28% in der vorherigen Sitzung, was ein vorsichtiger Ton unter den Anleihenhandelern signalisiert.



