Eine Mehrheit der von Reuters befragten Ökonomen geht davon aus, dass die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen bei den aktuellen Niveaus halten wird, bis 2024, was auf eine Pause bei der Geldpolitik hinweist, trotz anhaltender Inflationsdrucks.
Die jüngste Umfrage, die zwischen dem 4. und 11. März durchgeführt wurde, mit Antworten von 105 Ökonomen, zeigt, dass 78 % der Teilnehmer davon ausgehen, dass der von der Fed festgelegte Federal-Funds-Satz für den Rest des Jahres unverändert bei 5,25 % bis 5,50 % bleiben wird. Nur 22 % erwarten zumindest einen 25-Basispunkte-Rabatt bis Dezember, was auf eine vorsichtige Haltung gegenüber einer Lockerung der Politik hinweist.
Die Median-Prognose deutet darauf hin, dass die Fed die Zinssätze bis in den dritten Quartal halten wird, mit einer allmählichen Verschiebung hin zu potenziellen Reduzierungen in den letzten Monaten des Jahres 2024. Die Ökonomen zitieren anhaltende Inflation, resiliente Arbeitsmarktdaten und geopolitische Risiken als Schlüsselfaktoren, die die Entscheidungen der Zentralbank beeinflussen.
Die Marktpreise, wie sie sich in den Fed-Funds-Futures widerspiegeln, stimmen mit den Ergebnissen der Umfrage überein, was eine 65-Prozent-Wahrscheinlichkeit für keine Zinserhöhungen in 2024 zeigt. Die Trader haben ihre Erwartungen für eine aggressive Lockerung zurückgefahren, mit nur zwei Viertelpunkte-Rabatten, die für das Jahr eingepreist sind.
Die nächste Politikbesprechung der Fed ist für den 30. April bis 1. Mai geplant, wo aktualisierte wirtschaftliche Prognosen und Kommentare weitere Klarheit über die Richtung der Zinssätze liefern werden. Die Analysten betonen, dass jede Abweichung von der aktuellen Haltung wahrscheinlich von einem nachhaltigen Rückgang der Inflation in Richtung der 2-Prozent-Zielmarke der Zentralbank abhängen würde.



