Die Federal Reserve-Politikerinnen und -Politiker gehen weiterhin der Möglichkeit von zusätzlichen Zinserhöhungen nach, um sicherzustellen, dass die Inflation wieder auf das Ziel zurückkehrt, sagte Richmond-Fed-Chef Thomas Barkin am Freitag.
Barkin erklärte dies bei einem Ereignis in Virginia, wobei er darauf hinwies, dass die jüngsten Inflationsdaten zwar Verbesserungen gezeigt haben, die Zentralbankpolitik jedoch weiterhin datenabhängig ist. Die derzeitige Leitzinsspanne des Feds, die sich im Bereich von 5,25 % bis 5,50 % befindet, liegt bei ihrem höchsten Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten.
"Es bleibt eine offene Frage, ob wir weitere Zinserhöhungen benötigen, um unser Inflationsziel zu erreichen", sagte Barkin. Seine Aussagen unterstreichen die Unsicherheit, die dem Federal Open Market Committee (FOMC) bei der Navigation der letzten Phasen seiner Zinserhöhungszyklus entgegensteht.
Die Fed hat seit März 2022 Zinserhöhungen von 525 Basispunkten vorgenommen, um die anhaltende Inflation zu bekämpfen, die im Juli 2022 einen Höchststand von über 9 % erreicht hatte, aber sich seitdem auf etwa 3,3 % abgesenkt hat. Die Politikerinnen und Politiker haben ein vorsichtiges Vorgehen signalisiert, indem sie betont haben, dass Entscheidungen von den laufenden wirtschaftlichen Indikatoren und nicht von vorgefassten Pfaden geleitet werden.
Barkins Aussagen folgen auf gemischte Signale von anderen Fed-Offiziellen. Während einige eine Pause in den Zinserhöhungen als gerechtfertigt sahen, haben andere angegeben, dass weitere Verhärtungen noch notwendig sein könnten, wenn die Inflation sich als stärker erwiesen als erwartet. Die nächste Politikbesprechung der Fed ist für den 19. bis 20. März geplant, bei der die Offiziellen entscheiden werden, ob sie die Zinsspanne beibehalten oder mit einer weiteren Erhöhung fortfahren werden.
Die Marktannahmen deuten derzeit darauf hin, dass die Fed ihre derzeitige Zinsspanne bis Mitte des Jahres aufrechterhalten wird, mit Kursen, die nicht vollständig im Preis sind, bis zum späten 2024. Barkins Aussagen unterstreichen jedoch das Risiko eines harten Schocks, wenn die Inflation nicht konvergiert, um das Ziel der Fed von 2 % zu erreichen.
Das doppelte Mandat der Fed für Preisstabilität und volle Beschäftigung bleibt im Vordergrund ihrer Entscheidungsfindung, wobei die Offiziellen die Risiken einer Überzinspolitik gegen die Notwendigkeit abwägen, sicherzustellen, dass die Inflation nachhaltig unter Kontrolle bleibt.



