Die am Freitag anstehenden Flash-Umfragen zum Purchasing Managers' Index (PMI) für die Eurozone im August werden feststellen, ob die Verbesserung der Geschäftstätigkeit im Juli den Anfang einer dauerhaften Erholung oder einen vorübergehenden Aufschwung bedeutete.
Seit dem letzten Prognosezeitpunkt scheint die Vorgehensweise des Wirtschaftszweifs indikativ für einen leichten Anstieg des Manufacturing PMI auf rund 52,0 zu sein, während der Services PMI voraussichtlich leicht sinken wird auf 51,5. Eine Composite-Quote über 50 signalisiert eine anhaltende Expansion, denn das fehlende starke Momentum zeigt, dass sich der Erholung immer noch eine fragile Grundlage bietet. Die Komponente für neue Auftragseingänge im Bereich der Industrie wird genau beobachtet, da die jüngste Stärke möglicherweise davon ausgeht, dass die Unternehmen bestehende Bestellungen abarbeiten, und nicht darauf beruht, dass die Nachfrage merklich gestiegen ist.
Der Dienstleistungssektor, der in der Wirtschaft der Eurozone eine gewichtige Rolle spielt, könnte den Ton für die Marktreaktion angeben. Nach drei aufeinanderfolgenden Monaten der Schrumpfung erholte sich die wirtschaftliche Aktivität im Juli, aber die erwartete Abschwächung auf 51,5 deutet eher auf eine Stabilisierung als auf eine Beschleunigung hin. Weitere Gewinne bei der Beschäftigung würden das Vertrauen in eine nachhaltigere Erholung in der zweiten Jahreshälfte stärken.
Für die Europäische Zentralbank können die Inflationskomponenten der PMI-Daten ebenso von Bedeutung sein. Die Umfragen im Juli zeigten eine gewisse Abkühlung der Kostendrucke für die Unternehmen, und ein weiterer Rückgang der Input- und Verkaufspreisinflation würde die Sorgen über anhaltende inflationäre Pressein wässern. Andererseits würde ein erneuter Aufschwung, insbesondere bei den Kosten für Dienstleistungen, den politischen Kurs der EZB erschweren und die Erwartungen für längere restriktive Maßnahmen verstärken.
Die technische Ausprägung für den Euro wurde nach dem kurzem Bruch über die Widerstandszone von 1,1670 zur Wochenmitte vorsichtiger. Die Währungspare bildete auf den täglichen Charten einen Grabstein-Doji, ein Kandelistentyp, der oft als Signal für eine kurzfristige Veränderung vom bullischen zu dem bärenhaften Trendwert interpretiert wird. Seit dem April hat sich die Fläche bei 1,1670 als wichtiger Wendepunkt gezeigt, und ein wöchentliches Schlusskurs unterhalb dieses Niveaus würde die Behauptung eines Rückschlags verstärken. Wenn aber die PMI-Daten positiv überraschen und der EUR/USD von 1,1670 zurückkehrt, werden die bärischen Implikationen des Musters aufgehoben, was möglicherweise weiteren Kurssteigerungen den Weg ebnen könnte.












