Die europäischen Aktien öffneten am Montag vorsichtig, da die Anleger das Risiko in der Schwebe halten, da die geopolitischen Spannungen ungelöst sind und wichtige Ereignisse diese Woche bevorstehen. Der EuroStoxx 50 fiel um 0,1 % auf 6.457,96 Punkten, während der Schweizer SMI um 0,1 % auf 14.442,79 Punkte zurückgefielen. Der britische FTSE 100 hielt dagegen und stieg um 0,2 %.
Die beteiligten Marktteilnehmer nannten die anhaltende Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt als Hauptblockierer für eine breitere Risikobereitschaft. Zudem richtet sich das Augenmerk auf Nvidias Quartalsergebnisse, die am Mittwoch bekannt gegeben werden, und auf die jährliche Konferenz der Federal Reserve in Jackson Hole, die am Donnerstag beginnt. Die Analysten warnen, dass beide Ereignisse neue Volatilität einbringen könnten.
"Diese Woche stellt für die Märkte einen Dreifach-Test dar: die Ergebnisse von Nvidia, mögliche Anpassungen in den USA bei den Sanktionen gegen den Iran und die Tagung in Jackson Hole," sagte Jochen Stanzl, Marktanalyst bei der Consors Bank. Jeder dieser Faktoren könnte für sich allein dazu führen, dass sich das Investorengesinn verschärkt, fügte er hinzu.
Die Agenda der Fed in Jackson Hole, insbesondere die Rede von Vorsitzenden Kevin Warsh am Freitag, wird in Hinblick auf die Entwicklung der Zinssätze der USA genau beobachtet, vor dem Hintergrund der höheren Ölpreise und der steigenden Renditen für Anleihen. Die Analysten von eToro schlagen vor, dass der Ton der Aussagen von Warsh – ob er sich nun auf die Inflation oder die Entwicklung der Anleihenmärkte bezieht – die Erwartungen für die Richtung der Geldpolitik beeinflussen könnte.
Unter den einzelnen Aktien fielen die Französischen STMicro-Papiere zwar nur gering, während ASML etwas stieg. Der Technologiesektor verlor insgesamt 0,5%. Reise- und Fluggesellschaften stammten besser weg, wobei sie um etwa 1% stiegen, was durch einen leichten Rückgang der Ölpreise unterstützt wurde. Andererseits rückten Energieaktien zurück, da der Sektor hinter den breiteren Indizes zurückblieb.
Anleger beobachten auch die Entwicklungen auf dem Ölmarkt, wobei Brent-Rohöl bei über 80 US-Dollar pro Fass notiert ist, ein Niveau, das sowohl die Inflationserwartungen als auch die Überlegungen der Zentralbanken in Jackson Hole beeinflussen könnte.












