Die europäischen Dieselspannen blieben am Mittwoch nahe den Rekordhöhen verankert, während Futures für niedrigsulfatiges Gazeol zum Preis von 76,39 US-Dollar pro Barrel über Brent-Rohöl um 1615 Uhr MEZ gehandelt wurden, 22 Cent mehr als am vorherigen Handelsschluss.
Die Stabilität in den europäischen Raffinierspreisen kam trotz einer unerwarteten Zunahme der US-Destillatbestände zustande. Die Lagerbestände amerikanischer Destillate, die Diesel und Heizöl umfassen, stiegen in der vergangenen Woche um 0,8 Millionen Barrel und wurden auf 104,2 Millionen Barrel gesteigert, wie die vom US-Energieministerium am Mittwoch veröffentlichten Daten zeigen.
Die Berechnung war ein starker Kontrast zu den Prognosen von zuvor befragten Analysten, die einen Rückgang um 1,3 Millionen Barrel erwartet hatten. Parallel dazu sackten die Destillatbestände an der US-Ostküste auf ein Rekordtief, so die EIA-Zahlen.
Die europäischen Margenergebnisse wurden möglicherweise durch Versorgungskonzepte angetrieben, die nach Störungen in einer der grössten Raffinerien Russlands aufgetreten sind. Surgutneftegaz gab bekannt, dass die Verarbeitung von Rohöl in der Anlage Kirishinefteorgsintez (KINEF) am 30. August eingestellt wurde, weil eine Drohnenattacke am 30. August die Verarbeitungsanlagen beschädigt hatte. Dies gaben zwei branchenbekannten Quellen in Kenntnis.
Die Unterbrechung des KINEF-Systems verstärkt die allgemeinen Unsicherheiten rund um die Lieferketten für raffinierte Produkte, obwohl die US-Lagerdaten eine allgemeine Anhäufung zeigten, die die Markterwartungen überstieg.













