Die Eurozone-Bondzinsen stiegen am Dienstag auf mehrjährige Höchststände, angetrieben durch einen starken Anstieg der Ölpreise und wachsende Inflationsbedenken. Der deutsche 10-Jahres-Zins erhöhte sich um 4 Basispunkte auf 3,255 %, den höchsten Stand seit Mai 2011, während Frankreichs 10-Jahres-Bondzins auf 4,118 % stieg, seinen höchsten Stand seit November 2008.
Der Spread zwischen dem deutschen und dem französischen 10-Jahres-Zins erweiterte sich auf 86 Basispunkte, den breitesten Gap seit Oktober 2025, und spiegelt wachsende fiskalische Divergenzen innerhalb der Eurozone wider. Länder mit höheren Schuldenständen, wie Spanien und Italien, sahen sogar größere Zinserhöhungen bei ihren Anleihen.
Der Verkauf von Eurozone-Anleihen war Teil eines breiteren globalen Trends, der von steigenden Ölpreisen angetrieben wurde, während die Hoffnungen auf eine schnelle Lösung des Konflikts in Iran schwinden. Der Anstieg der Energiekosten erhöhte die Inflationserwartungen und drückte die langfristigen Zinsen in allen großen Märkten.
Weitere Druck auf globale Anleihen kamen von fiskalischen Stabilitätsbedenken in Frankreich, Japan, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten. In den USA reduzierten die Märkte die Erwartungen für Zinserhöhungen durch die Federal Reserve, nachdem schwache wirtschaftliche Daten vorgelegt wurden, und trugen damit zum breiteren Anziehen der finanziellen Bedingungen bei.








