Die Wirtschaftstätigkeit im Euroraum stieg im August, der erste Composite-Kaufmännischer Leiterindex (PMI) stieg von 52 im Juli auf 52,1, wie aus Daten von S&P Global hervorgeht. Der Index für die produzierende Industrie stieg auf 52,8, während der PMI der Dienstleistungswirtschaft stabil bei 51,7 blieb; sowohl die beiden Indizes lagen höher als die Prognosen von Barclays.
Der Anstieg war im gesamten Block breit gestreut, obwohl regionale Unterschiede bestehen blieben. Der kompositore PMI in Frankreich sank um 0,6 Punkte auf 48,8 und signalisierte eine Kontraktion, während der der Bundesrepublik Deutschland um 0,3 Punkte auf 51,0 leicht abnahm. Die Randländer-economies beschleunigten sich um 1,4 Punkte auf 55,8, den höchsten Wert seit Anfang 2023.
Die Inflationsdrucke zeigten wenig Anzeichen einer Abkühlung. Die endgültige Juli-Inflationsrate für die Kerninflation wurde mit 2,9 % (jhr.) bestätigt, was gegenüber 2,8 % im Juni ein Anstieg darstellt, wobei die inflationsmäßige Veränderung gegenüber dem Vormonat bei 0,21 % lag. Die Energieinflation steigerte sich um 1,8 Prozentpunkte auf 10,3 % (jhr.) und wurde von höheren Preisen für Kraftstoffe, Gas und Strom angetrieben. Barclays geht nun davon aus, dass die Inflationsrate für den Kernindex im August bei 3,4 % (jhr.) ansteigt, mit einem Höchstwert von 3,6 % im 4. Quartal 2026 prognostiziert, bevor die Inflation in Richtung des 2%-Ziels der EZB im Jahr 2027 zurückfällt.
Die Kerninflation blieb unverändert bei 2,5% gegenüber dem Vorjahr, wobei Barclays einen leichten Monat zu Monat-gesinkenden Trend von 0,03% feststellte. Die verhandelbaren Lohnsteigerungen nahmen im 2. Quartal auf 2,4% gegenüber dem Vorjahr ab, nach 2,6% im 1. Quartal, was Rückgänge bei den Drucken auf die Arbeitskosten widerspiegelt.
Das Unternehmensklima zeigte widersprüchliche Signale. Der Wirtschaftsklimaindex des französischen Instituts INSEE stieg im August zum dritten Monat in Folge auf 98,1. Die Verbrauchervertrauen in der Eurozone verbesserte sich zwar marginal auf -15,5. Barclays stand weiterhin bei seiner Prognose für eine 25-Baumpunkte-Zinssenkung durch die EZB im September fest, wobei die Bank auf eine resilientere Wachstumstätigkeit, eine sich beschleunigende Inflation und anhaltende Risiken am Energiemarkt verwies. Die Bank erwartet, dass die EZB danach eine Pause einlegt.












