Die zunehmend hawkishere Rhetorik der Europäischen Zentralbank seit März hat zu einem Anstieg der Zinssätze für langfristige Anleihen beigetragen, was nicht von einer Erhöhung der von Investoren verlangten Risikoprämie, sondern von höheren Erwartungen an die realen kurzfristigen Zinssätze abhängt, schrieb UBS in einer Studie an ihre Kunden am Mittwoch.
Mustafa Oguz Caylan, Strategieberater der Schweizer Bank, bemerkte, dass die 10-Jahresrenditen der Bundanleihen des Euroraums ohne einen signifikanten Anstieg des realen Zinsaufschlags in Staatsobligationen gestiegen sind. Vielmehr spiegelt die Entwicklung eine Neubewertung der Entwicklung der EZB-Makrofinanzpolitik wider, wobei die Investoren eine restriktivere Haltung für das kommende Jahrzehnt in die Kurse einpreisen.
Die Analyse der UBS, die auf dem Tool DeepSpeak für Stimmungen basiert, zeigt, dass sich die wichtigste Änderung bei den ECB-Politikern seit März um Zinssätze und Inflation dreht. Der daraus resultierende hawkische Ton hat die reale Zinsverwachsungen erhöht und einige der Aufwärtsdrucke auf die Währungslaendenpreise der Eurozone gelindert, die aus den US-Märkten ausgegangen sind.
Der Analyst fügte hinzu, dass die Investoren zunehmend überzeugt sind, dass die EZB bereit ist, die restriktiven Politiksetzungen für einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten. UBS streitet die Marktkurse für weitere Anhebung um 28 Basispunkte nicht an, und begründet dies mit resilientem Wirtschaftswachstum und der möglichen Stabilisierung der Ölpreise, wodurch eine vorsichtige Prognose weiterhin gerechtfertigt erscheint.
Die Bank sieht auch einen Wert in der Flachierung der Zinskurven, wenn sich die Energiekosten stabilisieren, was darauf hindeutet, dass weitere Anpassungen der Geldpolitik bis 2027 gerechtfertigt sein könnten.













