Ein Mitglied des Governing Council der Europäischen Zentralbank sagte am Mittwoch, die Institution solle nicht zögern, die Zinssätze weiter zu erhöhen, falls sich die Inflationsentwicklung verschlechtert, was den datenbezogenen Ansatz der EZB zur Geldpolitik unterstreicht.
Gabriel Makhlouf betonte gegenüber der «Financial Times», dass die EZB bereit sein muss, zu reagieren, falls Preissteigerungsdrucke Anzeichen von Neuaufschwung zeigen. Seine Ausführungen erfolgen im Vorfeld der nächsten Richtungsentscheidung der Notenbank, die für nächste Woche geplant ist.
Makhlouf äusserte, dass die bevorstehende Zinsentscheidung für die Märkte keine Überraschung werden wird, was die derzeitige Kommunikationsstrategie der EZB zur Management der Erwartungen widerspiegelt. Er hielt auch eine leichte Aufrüstung der Wachstumsprognose für die Eurozone für 2026 für wahrscheinlich, was auf eine moderate Verbesserung der wirtschaftlichen Aussichten schliessen lässt.
Die Kommentare folgen auf eine Periode erhöhter Unsicherheit für die EZB, da die Politikberater zwischen Anstrengungen zur Inflationskontrolle und Bedenken in Bezug auf den Wachstumsimpuls in der Eurozone balancieren. Makhloufs Haltung steht in Einklang mit jüngsten Signalen anderer Mitglieder des Governing Council, die die Notwendigkeit von Flexibilität in den politischen Instrumenten betonen.
Das Interview wurde vom „Financial Times“ am Mittwoch veröffentlicht, wobei Makhloufs Aussagen im Rahmen einer umfassenderen Diskussion über die Inflationsstrategie der EZB stattfinden. Das EZB-Hauptsitz in Frankfurt, das auf einem Foto vom 6. März 2025 gefangen wurde, dient als Hintergrund für die politische Debatte.












