Der US-Dollar-Index kehrte am Montag nur leicht zurück, nachdem die Erwartungen in Bezug auf die Fed-Politik in der vergangenen Woche deutlich nachkorrigiert wurden, aber das Vorgehen wurde weitgehend als Konsolidierung und nicht als Umkehr des hawkischen Kurses angesehen.
Der Dollar handelte sich etwas unter 99,5 heraus, nachdem die impliziten Wahrscheinlichkeiten für eine Zinserhöhung durch die Fed im September von etwa 35% auf 64% gestiegen waren, nachdem die Fed-Vorsitzende Kevin Warsh am Freitag zu dieser Frage Stellung genommen hatte. Warsh argumentierte, dass der Arbeitsmarkt trotz schwachen monatlichen Personalbeiträgen weiterhin eine vollständige Beschäftigung widerspiegert. Er verwies als entscheidenden Faktor auf einen minimalen Zuwachs bei der Arbeitsbelegschaft. Darüber hinaus betonte Warsh, dass die Inflation nach wie vor der wichtigste Anlass für die Fed ist – mit einer 12-monatigen Inflation von 3,7% und einer 6-monatigen Inflation von 4,1% –, und hob hervor, dass klare Fortschritte auf dem Weg zur 2%-Zielrate notwendig sind.
Die Renditen der US-Staatsanleihen blieben am Montag hoch, die 10-jährige Note bewegte sich bei etwa 4,76 %, dem höchsten Niveau seit Januar 2025. Die Analysten zufolge ist diese Entwicklung schwer mit einer zurückhaltenden Neubewertung der Prognosen der Fed zu vergleichen. Die Analyse vermuthte, dass die schwache Entwicklung des US-Dollars am Montag eher eine Konsolidierung nach der Neupreiskalibrierung am Freitag widerspiegert als eine grundlegende Veränderung der Entwicklung des Währungsparks.
Die geopolitischen Entwicklungen fügten dem Kursverlauf des Dollars weitere Schichten hinzu. US-Streitkräfte führten am Sonntag Angriffe auf iranische Ziele durch – die erste derartige Massnahme seit Ende Juli –, was zu Vergeltungsschlägen des Iran führte und den Brent-Rubberpreis wieder über 90 USD je Fass nach oben schob. Die erneute militärische Eskalation erhöhte die Nachfragerichtung für den Dollar und rief gleichzeitig Sorgen über die Inflationsdrucke im Energiesektor hervor. Fed-Gouverneur Michael Barr hatte bereits zuvor gewarnt, dass ein längerer Konflikt im Nahen Osten die langfristigen Inflationserwartungen steigen lassen und die Inflation weiter anhalten könnte, insbesondere wenn sich höhere Ölpreise auf die Transport-und Produktionskosten auswirken.
Der Dienstag umfasst Reden von Barr und der Fed-Gouverneur Christopher Waller, gefolgt von der Veröffentlichung der Juli-JOLTS-Daten und den August-Daten für die ISM-Fertigungsindustrie. In der Analyse wurde festgestellt, dass wenn die Arbeitsplatzangebote stabil bleiben und die Fertigungsaktivität nachhaltig ist, dies den Fall für eine Erhaltung oder Erhöhung der politischen Zurückhaltung stärken würde. Ein Szenario, in dem die Wahrscheinlichkeit einer September-Risikobewertung weiter über 60% liegt, die Renditen weiter erhöht bleiben, das Öl derzeitigen Niveaus entspricht und geopolitische Risiken bestehen, würde eine klare bullische Dollarsituation darstellen.
Der nächste Abschnitt für den Dollar hängt laut der Analyse davon ab, ob diese Kräfte ihre Dynamik aufrechterhalten können. Der Freitagsbericht über die Zahlung von Gehältern im August, der voraussichtlich circa 55.000 neue Arbeitsplätze und eine stabile Arbeitslosigkeit bei 4,1% zeigen wird, ist ein beachtlicher Test. Während die Haupternummer möglicherweise schwach erscheinen mag, könnte die Interpretation sich abhängig von dem Wachstum der Erwerbsbevölkerung und anderen Details verschieben, insbesondere angesichts Warshs Betonung des aktuellen Zustands der Arbeitsmarktte.
Die Analyse weist darauf hin, dass eine einzelne weichen Sitzung die Freitag Optimierung nicht ungültig macht, warnt aber, dass eine anhaltende Abweichung – bei hoher Rendite, hohen Wahrscheinlichkeiten für eine Zinserhöhung, zunehmenden geopolitischen Risiken und der Tatsache, dass der Dollar nicht reagiert – immer relevanter würde. Unter solchen Bedingungen würde die Abweichung zwischen den Zinssatz-Berechnungen und der Währungsentwicklung engere Aufmerksamkeit verdienen.












