DLocal Ltd. teilte am Dienstag mit, dass der Umsatz im zweiten Quartal 2026 die Markterwartungen übertraf, während der Gewinn pro Aktie die Prognosen verfehlte. Die Aufwendungen für den Geschäftsbetrieb stiegen deutlich an.
Das lateinamerikanische Zahlungsunternehmen verbuchte für das am 30. Juni beendete Quartal einen Umsatz von 245,3 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg von 18 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum und liegt damit über der von Refinitiv konsolidierten Schätzung von 238 Millionen US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) stieg um 15 % auf 102,7 Millionen US-Dollar.
Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn belief sich auf 58,2 Millionen US-Dollar, was einem verwässerten Gewinn pro Aktie von 0,32 US-Dollar entspricht. Dies lag unter der von Bloomberg befragten Analysten erwarteten Prognose von 0,36 US-Dollar pro Aktie. Als Grund für die Differenz nannte das Unternehmen höhere Ausgaben für Vertrieb und Marketing sowie gestiegene Technologieinvestitionen, die auf die Ausweitung des Marktanteils in Schlüsselregionen abzielen.
DLocal-CEO Pedro Arnt betonte im Rahmen der Ergebnispräsentation die Wachstumsperspektive des Unternehmens und verwies auf die starke Nachfrage nach seinen grenzüberschreitenden Zahlungslösungen in Brasilien und Mexiko. Gleichzeitig unterstrich er, dass sich das Unternehmen weiterhin auf die Skalierung seiner Geschäftsaktivitäten konzentriere, während es die Kostendrucke im Griff behalte.
Die DLocal-Aktie gab nach Bekanntgabe der Zahlen im nachbörslichen Handel um 3,5 % nach und setzte damit die Verluste der Vortagssitzung fort. Seit einem Monat ist die Aktie um 12 % gefallen – ein Rückgang, der im Einklang mit der allgemeinen Schwäche der lateinamerikanischen Technologiewerte steht.
Analysten von JPMorgan bestätigten ihre Übergewichtung für DLocal und verwiesen auf das langfristige Wachstumspotenzial im digitalen Zahlungsverkehr trotz kurzfristiger Margenherausforderungen. Das Kursziel des Hauses blieb unverändert bei 42 US-Dollar.
Das Unternehmen bestätigte zudem seine Jahresprognose für 2026 und erwartet ein Umsatzwachstum von 15 bis 17 % sowie eine Ausweitung der bereinigten EBITDA-Marge auf 42 bis 44 %.
Die Ergebnisse von DLocal spiegeln die Herausforderung wider, die im wettbewerbsintensiven lateinamerikanischen Fintech-Sektor zwischen Wachstumsinvestitionen und Profitabilität besteht.



