Der DAX setzte seine Korrektur am Mittwoch fort und fiel um 0,44 % auf 25.856 Punkte, da die Ölpreise und die Renditen auf Anleihen weiterhin hoch waren. Die Bewegung rückte den Index weiter von der psychologisch signifikanten Marke von 26.000 Punkten entfernt, allerdings hat er den 50-Tages-Gleitenden Durchschnitt bei 25.648 Punkten noch nicht getestet.
Der MDax der Midcap-Aktien fiel um 1,04 % auf 31.839 Punkte, während der Euro Stoxx 50 nur geringfügig nachgab. Die US-Aktien-Futures signalisierten eine untergeordnete Eröffnung, nachdem die asiatischen Technikindex, wie der südkoreanische Kospi, der japanische Nikkei 225 und der taiwanische Topix, um bis zu 4 % gefallen waren.
Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten belasteten das sentiment weiterhin, als die USA und der Iran militärische Aktionen ausführten. Die USA zielten auf das Luftverteidigungssystem und Radarsysteme der iranischen Revolutionsgarde ab, während der Iran mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Verbündete wie Jordanien, Kuwait und Bahrain antwortete. Darüber hinaus sollen zwei Öltanker offene Seeminen in der Hormus-Schlucht, einer wichtigen Schifffahrtsroute, aus der Strasse geraten sein.
Mark Haefele, Chief Investment Officer for Wealth Management bei UBS, vertritt weiterhin einen konstruktiven Aufwärtstrend für die Aktien in der Eurozone, obwohl kurzfristig ein Druck besteht. Die steigende Inflation schiebt er vor allem auf die Energiekosten zurück und rechnet nicht mit dem von der Europäischen Zentralbank erwarteten Zinsanhebung nächste Woche, die einen umfassenden Anpasungszyklus auslösen könnte. Haefele nennt ebenfalls die Verbesserung der konjunkturellen Entwicklung, die stärkeren Unternehmensgewinnzahlen und angemessene Bewertungen als unterstützende Faktoren für die Aktienmärkte.
Unter den Einzelwerten führte der GEA-Konzern die Verlustposten mit einem Rückgang von 2,5 % auf 65,15 € an, nachdem die Kuwait Investment Authority (KIA) eine sekundäre Platzierung von rund fünf Millionen Aktien zu einem Preis zwischen 64,85 € und 65,50 € angekündigt hatte. Der Anteil der KIA an GEA belief sich vor der Platzierung auf 10,5 %.
Die Aktien von Volkswagen fielen um 2,6%, womit sich der seit Jahresbeginn anhaltende Rückgang auf mehr als 25% verstärkte. Der Autobauer bereitet sich darauf vor, am 21. September aus dem Euro Stoxx 50-Index auszusteigen. Diese Entfernung spiegelt die allgemein stärkeren Herausforderungen der Firma aus Wolfsburg wider. Fraport setzte gegen den Trend einen Kursanstieg von 0,3% hin, obwohl man am geplanten Ausstieg aus dem Stoxx Europe 600 beteiligt ist. Der Autozulieferer Aumovio stand dagegen mit einem Rückgang von 1,7% auf der Verliererseite.
Die Deutsche Bank war ein auffälliger Overperformer und stieg um 1 % auf Niveaus, die zuletzt Anfang 2014 registriert wurden. Goldman Sachs verbesserte seine Rating-Prognose auf "Kaufen". Der Analyst Chris Hallam verwies dabei auf die verbesserte Gewinnprognose der Bank und deren ansprechende Bewertung. Die Aktien der Commerzbank stiegen vor den Gesprächen mit UniCredit über die mögliche Beteiligung ihres grössten Aktionärs an einem Zukauf um 0,8 %.
Adidas verbesserte sich um 1,5%, unterstützt von einer positiven Prognose von Barclays, das die Bewertung des Sportbekleidungsherstellers erhöhte. Analystin Viktoria Petrova wies auf die Innovations-Tage, die von Adidas für den 23. und 24. September geplant sind, als potenziellen Katalysator hin.












