Die Aktien von CuriosityStream (NASDAQ: CURI) verloren am Mittwoch 12%, nachdem die Streaming-Plattform ihre Jahresprognose für zahlende Abonnenten nach unten korrigiert hatte. Als Gründe nannte das Unternehmen makroökonomische Belastungen und den zunehmenden Wettbewerb im Streaming-Markt.
Das Unternehmen erwartet nun zwischen 1,4 und 1,5 Millionen zahlende Abonnenten bis Ende 2024 – zuvor hatte die Prognose noch bei 1,6 bis 1,7 Millionen gelegen. CuriosityStream begründete die Anpassung mit einem langsameren Wachstum der Abonnentenzahlen in der ersten Jahreshälfte, das auf die schwächere Konjunktur und das überfüllte Streaming-Angebot zurückzuführen sei.
Die Herabsetzung der Prognose folgt auf den Quartalsbericht zum ersten Quartal, in dem CuriosityStream einen Nettoverlust von 1,2 Millionen US-Dollar auswies – deutlich höher als der Verlust von 800.000 US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 5% auf 11,8 Millionen US-Dollar, vor allem aufgrund rückläufiger Neuzugänge bei den Abonnenten und sinkender Werbeeinnahmen.
Analysten von Jefferies wiesen darauf hin, dass die Senkung der Prognose "anhaltende Herausforderungen bei der Umwandlung von Gratis-Testversionen in bezahlte Abonnements" sowie ein "intensiverer Wettbewerb" unter den Streaming-Diensten widerspiegle. Die Bank bestätigte zwar ihre Halteempfehlung für die Aktie, senkte das Kursziel jedoch von 2,00 auf 1,50 US-Dollar.
Die Aktie von CuriosityStream hat seit Jahresbeginn fast 30% verloren und damit den breiteren Marktindizes hinterhergehinkt. Das Unternehmen, das sich auf Dokumentationen und Bildungsinhalte spezialisiert hat, steht unter Druck, da Verbraucher angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit ihre Ausgaben für freiwillige Leistungen einschränken.
Die Unternehmensführung räumte ein, dass zwar das Wachstum der Abonnentenzahlen Priorität habe, der Weg zur Profitabilität unter den aktuellen Marktbedingungen jedoch ungewiss bleibe.



