Citigroup hat die Preiszielwerte für Mais, Soja und Weizen erhöht, da aufgrund des sich verstärkenden El-Niño-Wettermusters, der voraussichtlich gegen Ende 2026 auf seinem Höchstpunkt liegt, die Lieferrisiken ansteigen.
Die aktualisierten Ziele der Bank setzen das höchste Risiko mit Blick auf die Landwirtschaftermärkte bei einem Super-El Niño-Ereignis. Die nationale amerikanische Wetterbehörde (NOAA) schätzt, dass die Wahrscheinlichkeit eines sehr starken Ereignisses bis August 2026 mehr als 90% beträgt. Die NOAA prognostiziert ferner eine Wahrscheinlichkeit von 69%, dass das Ereignis im Zeitraum Oktober–Dezember alle seit 1950 gemessenen El Niño-Ereignisse übertrifft.
Citi erhöhte ihr dreimonatiges Ziel für Mais auf 5,40 US-Dollar pro Buschel von einem früheren Niveau und setzte die 12-monatige Prognose auf 5,90 US-Dollar pro Buschel. Die Ziele für Soja wurden auf 12,75 US-Dollar pro Buschel für die nahe Zukunft und 13,25 US-Dollar pro Buschel für das kommende Jahr erhöht. Die Ziele für Weizen wurden auf 7,25 US-Dollar pro Buschel für die kürzere Sicht und auf 7,75 US-Dollar pro Buschel für das kommende Jahr angehoben.
Die Bewertung der Bank basiert auf ihrem Produzierungsrisikos-Framework, das zeigt, dass die aktuellen Marktpreise potenzielle Negativwirkungen auf die globale landwirtschaftliche Produktion unterschätzen. Citi identifizierte Palmöl, Robusta-Kaffee, Reis, Zucker, Kakao und australisches Weizen als die am stärksten von Wetterverhältnissen beeinflussten Rohstoffe. Die Lieferungsrisiken konzentrieren sich in Australien, Indien, Südostasien und Teilen Brasiliens.
Weitere Faktoren, die den bullischen Ausblick unterstützen, sind reduzierte Ertragsvoraussichten aufgrund von ungünstigem Wetter, eine robuste Exportnachfrage, Störungen im Schwarzen Meergebiet, erhöhte Stickstoffgaskosten und eine starke globale Biokraftstoffnachfrage. Zudem wird erwartet, dass ein starker El Niño die Palmölproduktion in Indonesien und Malaysia beeinträchtigen wird, was die Nachfrage nach Sojabohnenöl steigern und die Erntemargen für Sojabohnen erhöht. Weizen ist weiterhin das Getreide, das am stärksten von kombinierten Wetter- und geopolitischen Risiken betroffen ist, wobei heisse und trockene Bedingungen in Europa bereits bei der Abschätzung der Erntemenge nach unten korrigiert wurden.












