Die Aktien chinesischer Elektrofahrzeughersteller gingen am Montag nach dem Ankündigen eines Rekordrückrufes für 4,3 Millionen Fahrzeuge wegen Sicherheitsbedenken über verdeckte Türgriffe zurück.
Die Rückrufaktion betrifft Tesla und acht weitere Automobilhersteller, darunter Xiaomi, Li Auto, Xpeng, NIO, BYD, Leapmotor und Geely. Die Aktie von Xiaomi ging zurück und fiel um 4 %, nachdem das Unternehmen einen Rückruf für Teile seiner SU7-Reihe bekanntgegeben hatte. Li Auto verringerte sich um 3 %, Xpeng fiel um 2,66 %, NIO ging um 1 % zurück, Leapmotor verlor 1,7 % und Geely fiel um 1,1 %. Die in Hongkong notierten Aktien von BYD schlichen um 2 % ab, während die US-Aktien von Tesla zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht gehandelt wurden.
Das Sicherheitsproblem betrifft elektronisch gesteuerte, in den Einstiegsposten montierte Türhandgriffe, die die traditionellen mechanischen Systeme ersetzen. Regulierungsbehörden haben Bedenken geäußert, dass diese Konstruktion die Notauszugswege im Falle eines Stromausfalls, etwa nach einem Unfall, erschweren könnte. Fahrgäste könnten mit dem Verlassen der Tür schwerfälle, und Rettungskräfte könnten Schwierigkeiten haben, die Tür von aussen ohne eine gut zugängliche manuelle Entsperrung zu öffnen.
Die Automobilhersteller beheben die Rückrufe durch kostengünstige Maßnahmen, darunter Warnaufkleber und Softwareupdates über das Internet. Die Rückrufe erfolgen nach der Ankündigung Chinas im Februar, wonach es ab 2027 die Verwendung verborgener Türhandgriffe verbieten wird. Damit ist China das erste Land, das eine solche Regel einführen wird. Die amerikanische National Highway Traffic Safety Administration plante im Juli ebenfalls die Einführung eines formalen Sicherheitsstandards für alle Automobilhersteller. Die europäischen Regulierungsbehörden haben zudem separate Risiken im Zusammenhang mit dem Design der Türgriffe identifiziert.












