Die Aktien von Chevron brachen am Mittwoch über ihr Allzeit-Hoch vom März 2026 durch, öffneten damit den oberen Rand eines langfristigen Aufwärtstrends und ebneten den Weg für weitere Gewinne.
Die Rally tritt in Anbetracht der Tatsache ein, dass der Houston-basierte Ölkonzern darauf fokussiert ist, von einem kürzlich bekanntgemachten Öllieferungsabkommen zwischen den USA und Venezuela zu profitieren. Im Rahmen des Abkommens erhielt Washington Zugang zu etwa 20 venezolanischen Ölfeldern, die rund 65 Milliarden Barrel bewährter Reserven enthalten – etwa 20 % des Gesamtanteils Venezuelas, das sich dabei um den grössten bekannten Lagerplatz der Welt handelt. Diese Menge übersteigt die aktuellen bewährten US-Reserven von etwa 45 Milliarden Barrel um etwa 50 %.
Chevron befand sich bereits in einer guten Position. Es ist das einzige US-amerikanische Ölunternehmen, das noch in Venezuela aktiv ist und die Infrastruktur, einschliesslich Pipelines, die über Jahre der vorherigen Sanktionen und Verstaatlichungen aufgebaut wurden, weiter aufrechterhält. Separately erzielten Chevron und die venezolanische Regierung eine eigene Vereinbarung, die den Zugang zu zusätzlichen Hochertragsfeldern im Orinoko-Gürtel im Norden Venezuelas gewährt.
Das Unternehmen plant, seine Produktion in der Region zu mehr als verdoppeln: Während der nächsten Jahre wird die Produktion von 280.000 Barrel pro Tag auf 600.000 Barrel je Tag gesteigert. Die Entnahmekosten im Orinoco-Band belaufen sich auf etwa 20 US-Dollar je Barrel und bieten einen beträchtlichen Margennutzen, wenn die Ölpreise auf einem erhöhten Niveau verbleiben.
Analysten prognostizieren, dass Chevrons Gewinn je Aktie im Laufe der nächsten drei bis vier Jahre von etwa 15 Dollar heute auf 18 Dollar oder höher steigen könnte. Zu dem derzeitigen Aktienkurs entspricht das ein künftiges Kurs-Gewinn-Verhältnis im unteren einstelligen Bereich, was bei der prognostizierten Gewinnentwicklung hingegen auf einstellige Werte zurückfallen würde.
Die Aktien werden derzeit zu etwa 213 US-Dollar gehandelt. Die Trader verfolgen einen Anstieg auf 230 US-Dollar, was einem Gewinn von rund 10 % entspricht. Strukturelle Notenprodukte stehen Investoren mit gehebeltem Exposure zur Verfügung: Vontobel bietet einen Mini-Future mit einem Hebel von 4 (ISIN: CH1582402678), während UBS einen Barriere-Reverse-Convertible-listet, der im Oktober 2027 abgelaufen ist und eine jährliche Rendite von 8 % zahlt, sofern die Aktie unter einer Barriere von 135,02 US-Dollar liegt. Leonteq Securities listet ebenfalls einen Mini-Future mit einem Hebel von 9 (ISIN: CH1591961268).
Auf dem technischen Bild zeigt sich derzeit keine unmittelbare Oberflächenerholungsresistenz, und die Überwindung des Allzeithochs könnte institutionelle Käufer verleiten, wieder einzusteigen.













