Die Aktien der europäischen Telekommunikationsmastenbetreiber Cellnex Telecom und INWIT stiegen am Montag um über 1%, nachdem Barclays beide Unternehmen auf „Übergewicht“ hochrankte und auf eine Unterbewertung trotz branchenüblicher Herausforderungen verwies.
Barclays hat Zieltarife von 38 € für Cellnex und 8,6 € für INWIT festgelegt, was auf die Zuversicht in das langfristige Cashflow-Potential zugeschnitten ist. Der Upgrade erfolgte nach einer Phase unterdurchschnittlicher Ergebnisse, da Cellnex in den letzten 18 Monaten um 12 % gesunken ist, während INWIT um 28 % gestiegen ist, während der breitere Telekommunikationssektor um 32 % gestiegen ist und die Aktien von amerikanischen Türmern flach oder negativ rentierten.
Der Analyst Maurice Patrick von Barclays stellte fest, dass beiden Unternehmen eine "perfekte Sturmflut" an Rückschlägen gegenübersteht, einschließlich mäßiger Mobilkapitalausgaben, europäischer Telekommerger und -akquisitionen, Unsicherheiten bei Vertragsverlängerungen und höherer Zinssätze. Trotz dieser Belastungen argumentierte Barclays, dass die derzeitigen Bewertungen eine übermäßige Pesimismusreflexion enthalten, insbesondere was die Risiken bei Vertragsverlängerungen betrifft.
Der Markt schätzt die Kürzungen bei den Vertragsverlängerungen von Cellnex auf über 25 % und bei den Kern-Master-Service-Vereinbarungen von INWIT auf über 20 %, was nach Auffassung von Barclays "meinungsmäßig weitaus zu hoch" ist. Die Bank schätzt, dass die Bewertungsmultiplikatoren von Cellnex für 2027 bei 13,7x EV/EBITDAaL liegen, verglichen mit 11,6x bei INWIT, und beide liegen unter den historischen Durchschnittswerten.
Barclays hob auch potenzielle Risiken hervor, darunter ein "Worst-Case"-Scenario, bei dem die Vertragsverlängerungen in Frankreich und Italien das EBITDAaL von Cellnex um jeweils ungefähr 100 Millionen Euro verringern könnten, was insgesamt 200 Millionen Euro betragen würde. Dies würde sich auf eine Nettowertentwicklung um etwa 1,5 Milliarden Euro auswirken, was ungefähr 6% des prognostizierten EBITDAaL, 7% des recurring Free Cash Flow und 9% des Free Cash Flow vor Investitionen in neue Türme entspricht.
In der Zukunft deutete Barclays an, dass Cellnex die Rendite für die Aktionäre steigern könnte und potenziell zwischen 2027 und 2030 jährlich 2 Mrd. € in Dividenden und Rückkäufe verteilt, was einer Steigerung von mehr als 40 % ihres aktuellen Börsenwerts entspricht. Beide Unternehmen bieten gleichbleibende gehebelte freier Geldstromrentabilitäten von rund 11 %, mit einer Rendite von INWIT nahe 10 %, was eine starke Cash-Generierung trotz Marktzweifeln widerspiegelt.













