Die Carl Zeiss Meditec AG gab bekannt, dass die US-amerikanische Food and Drug Administration die 510(k)-Zulassung für das ZEISS CLINIC 360 erhalten hat, einer Cloud- und Browser-basierten Softwareplattform, die für optische Praxen entwickelt wurde.
Das Unternehmen plant, das Produkt Anfang Herbst 2026 in den USA auf den Markt zu bringen, vorbehaltlich weiterer regulatorischer Schritte. ZEISS CLINIC 360 ist zurzeit nicht für den Gebrauch beim Menschen in der Europäischen Union zugelassen.
Die Software aggregiert Diagnosedaten von ZEISS-Bildgebungssystemen – darunter CIRRUS, CLARUS und HFA – sowie von Geräten von Drittanbietern mit DICOM-Unterstützung und elektronischen Patientenakten. Sie bietet eine einheitliche Patientenvorstellung, Trendanalysen für Krankheiten wie Glaukom und farbcodierte Warnungen zum Nachverfolgen von Entwicklungen. Eine Funktion für kollaborative Pflege ermöglicht das Teilen von Fällen und die Verteilung von Berichten zwischen Fachärzten.
ZEISS bietet weiterhin ZEISS FORUM an, eine lokale Alternative für Praxen, die eine lokalisierte Datensicherung bevorzugen. Das cloudbasierte Modell funktioniert auf Abonnementsbasis mit monatlichen oder jährlichen Zahlungsmöglichkeiten.
Federico Villegas, Head of ZEISS Medical Technology U.S. und Präsident von Carl Zeiss Meditec USA, Inc., erklärte:"Diese Plattform spiegelt den Fokus des Unternehmens wider, das seinen Stimmungswechsel hin zu einem vereinfachten Arbeitsablauf auch mit dem Ziel durchführt, die patientenorientierte Gesundheitsversorgung weiterzuführen.
Carl Zeiss Meditec erzielte im Geschäftsjahr 2024/25 Umsatze in Höhe von 2,23 Milliarden Euro und beschäftigt weltweit 5.784 Personen. Rund 59 % des Unternehmens gehören der Muttergesellschaft Carl Zeiss AG.
Die Integration der Software mit Diagnosegeräten und EMR-Systemen soll das Datenmanagement an mehreren Praxisstandorten vereinfachen, ohne dass eine lokale Installation von Software erforderlich ist.











