Der kanadische Dollar fiel am Montag und verlor gegen den US-Dollar etwa 0,6%, und notierte bei rund 72,24 US-Cent. Das Währungspaar USD/CAD stieg auf rund 1,385 Kanadiener, während der breitere US-Dollar-Index um 0,2% auf 98,981 überstieg.
Der Rückgang an der Quote des Loonie spiegelt den Zusammenbruch der bilateralen Handelsverhandlungen zwischen den USA und Kanada Ende vergangener Woche wider. US-Präsident Donald Trump verschärfte die Spannungen, indem er die Imposition einer 50%-igen Zollabgabe auf kanadische Autos, Autoteile und Stahl für den 1. Januar 2027 ankündigte. In seinen Äußerungen auf Truth Social wiederholte Trump seine Haltung und sagte: "Kanada wird nicht mehr wie einen Staat behandelt werden." Der kanadische Premierminister Mark Carney bezeichnete den Zusammenbruch als Angriff und sagte gegenüber Journalisten: "Wenn man angegriffen wird, ist man im Krieg. Wir wurden angegriffen."
Die Wirtschaftsökodaten, die vor den Zollangriffen veröffentlicht wurden, zeigten, dass das kanadische bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal um 3,4% gestiegen ist, während die Zahl der Arbeitnehmer im Juli um 75.000 gestiegen ist. Trotz dieser Zahlen wurden die jüngsten Gewinne des Loonis – die zum Teil durch eine Ankündigung des US-Finanzamts vom Mitte Augusttage zur Rückkauf von Treasury-Bonds geschahen – durch den erneuten Handelsstreit verringert. Karl Schamotta, Chief Market Strategist bei Corpay Cross-Border Solutions, bezeichnete den Rückkauf der Bonds als die „vorherrschende Treiberkraft“ hinter der Aufwertung des Loonis Mitte August.
Auch die technischen Indikatoren des Kanadischen Dollars spiegelten den Druck wider: Der Tages-Relative-Stärke-Index (Relative Strength Index, RSI) stieg erstmals seit Januar in den Überkaufsbereich. Goldpreis stieg um 0,9 % auf 4.643 USD pro Unze, während das Euro-US-Dollar-Paar 0,1 % nachgab auf 1,1665 USD und der US-Dollar-JPY stieg um 0,1 % auf 159,13.
Kanada hat Vergeltungszölle gegen US-Stahl, Milchprodukte, Haushaltsgeräte, Landtechnik, Pappe und Papier sowie Elektronik geplant, die am 8. September in Kraft treten sollen. Der Abschwung des Loonie unterstreicht die wachsende Unsicherheit in den grenzüberschreitenden Handelsbeziehungen und ihre unmittelbare Auswirkungen auf die Währungsmärkte.












