Die US-Zölle auf kanadisches Aluminium bleiben eine zentrale Risikofaktor für die grössten Produzenten Nordamerikas. Gegenwärtig liegen die Zölle bei 50 % für Lieferungen über die Quotengrenzen. Eine mögliche Senkung auf 25 % könnte die Profitabilität für Unternehmen wie Rio Tinto, Alcoa und Teck Resources verbessern, so Deutsche Bank. Die Bank geht davon aus, dass sich das EBITDA von Rio Tinto und Alcoa um etwa 3 % erhöhen würde, wenn die Zölle halbiert würden.
Die Aktien von Alcoa verloren 4 % nach Berichten, die darauf hinwiesen, dass die USA möglicherweise die Zölle zurückfahren könnten, die traditionell die heimischen Erzvorkommen vor günstigeren kanadischen Importen schützen. Diese Massnahme folgt auf die Verlängerung der Stahl- und Aluminiumtarifquoten für nicht-CUSMA-Länder durch Kanada bis Juni 2027, was den Druck auf die grenzüberschreitenden Handelsdynamiken aufrechterhält. Importe, die die Quotenschwellen überschreiten, unterliegen weiterhin vollen Strafzöllen, was die Wettbewerbsvorteile für kanadische Produzenten einschränkt.
Senke Tarife würden die Premiumpreise im US-Mittelwesten, einer wichtigen Grössenordnung für die Aluminiumpreise, senken und so die relative Attraktivität des kanadischen Angebots erhöhen. Die Deutsche Bank schätzt, dass Alcoas Umsatz im kommenden Jahr um 15,6 % steigen könnte, während bei Rio Tinto ein Umsatzwachstum von 8,3 % prognostiziert wird. In der Analysen der Bank kommt die Sensibilität dieser Produzenten für Wechsel in der Handelspolitik insbesondere im Markt des Mittleren Westens zum Ausdruck, wo kanadisches Aluminium direkt mit US-Werkstoffherstellern konkurriert.
Rio Tinto und Alcoa bedienen sich vertikal integrierter Lieferketten mit niedrigen Produktionskosten und einer globalen Reichweite. Dadurch sind die Unternehmen in der Lage, von verbesserten Handelsbedingungen profitieren zu können. Rio Tinto plant zudem ein Projekt zur Gewinnung von Gallium in Quebec, das durch staatliche Finanzierung unterstützt wird, als Teil einer umfassenderen Strategie zur Diversifizierung der Einnahmequellen auf dem volatilen Rohstoffmarkt. Teck Resources bleibt mit einer EBITDA-Marge von 46,9% und einer einjährigen Rendite von 116,6% das erfolgreichste Unternehmen unter den drei Balinesen bei zuletzt gemessenen Leistungskennzahlen.
Kanada hat sich für die Verlängerung des CUSMA-Handelsabkommens eingesetzt, um eine langfristige Stabilität im grenzüberschreitenden Metalleinfuhr zu gewährleisten. Die Bestimmungen des Abkommens haben in der Vergangenheit die Zollstrukturen und Quotensysteme beeinflusst, die die nordamerikanischen Aluminium-Lieferketten betreffen. Analysten merken an, dass eine Entspannung der US-Zölle den Marktausgleich weiter verschärfen könnte, insbesondere in Regionen, in denen kanadische Raffinerien einen massgeblichen Anteil der regionalen Nachfrage decken.












