BTG Pactual initiierte die Coverage von Unipar Carbocloro SA mit einer neutralen Bewertung und setzte ein Kursziel von 68 Reais pro Aktie bis Ende 2027 fest, was einem Aufwärtspotenzial von 17% gegenüber dem Δonnerstagschlusskurs von 58,12 Reais entspricht.
Die Investmentbank erschnitt Unipar einen Verfolgungsquotient (Relative Strength Index) von 60 zu, betonte die betrieblichen Verbesserungen, warnte aber, dass die Aktie bereits mit einer Premiumbewertung gehandelt wird. Zum Zeitpunkt der Analyse notierte der Anteilsschein im Intraday-Handel um 3,6 % auf 56,02 R$ zurück. Die Analysten von BTG Pactual, Rodrigo Almeida und Gustavo Cunha, beschrieben Unipar als „eine gute Firma, jedoch ist die Aktie bereits auf ein höheres Kursniveau bewertet“. Sie fügten hinzu, dass sie „eine bessere Firma sehen als vor einigen Jahren, aber zu dem aktuellen Kursniveau noch nicht als attraktiv genug“ empfinden.
Das Chlor-Alkali-Geschäft von Unipar erzielte im zweiten Quartal einen EBITDA von rund 280 Millionen R$, während sein PVC-Geschäft 122 Millionen R$ beisteuerte. Das Unternehmen hat erhebliche Investitionen in die Modernisierung seiner Anlagen getätigt, darunter 1 Milliarde R$ für die Umstellung der Anlage in Cubatão auf Membrantechnologie und 234 Millionen R$ für die Anlage in Camaçari. Diese Ausgaben haben die bilanziellen Verhältnisse von Unipar von einer netto-gefachisierten Liquiditätsposition von 400 Millionen R$ am Ende des Jahres 2020 auf einen netto-Schuldenstand von 2,3 Milliarden R$ im zweiten Quartal verschoben.
Die Analysten stellten fest, dass der Anteil von PVC am EBITDA von etwa 77% im Jahr 2021 bis 2026 auf geschätzte 26% sinkt, was die Margenkompression im Segment widerspiegelt. Die Margen für das Chlor-Alkalisegment werden auf zwischen 40% und 50% geschätzt. Für 2027 prognosiert BTG Pactual einen freien Cashflowrendite von 6% und eine Dividendenrendite von 5%, was unter den historischen Durchschnittswerten von 13% und 10% liegt.
Das Aktienkurs notiert bei einem geschätzten EV/EBITDA-Verhältnis für 2027 von 7,2-mal, was 56% über dem historischen Durchschnitt von 4,6-mal liegt. Die Analysten haben auch ein alternatives Wechselkurs-Szenario von 5,50 ¤ pro Dollar modelliert, das die EBITDA für 2027 auf 1,48 Mrd. ¤ anheben würde, ausgehend vom Basisfall von 1,20 Mrd. ¤.













