Der reiche brasilianische Präsidentschaftskandidat Senator Flavio Bolsonaro hat sein wirtschaftspolitisches Team mit der Anstellung von Adolfo Sachsida, einem früheren Minister für Bergbau und Energie, sowie Daniella Marques, der früheren Geschäftsführerin der staatlichen Kreditinstitute Caixa Econômica Federal, erweitert.
Die Ernennungen wurden am Dienstag, 18. August, bekanntgegeben, als Teil der Bemühungen, Bolsonaros wirtschaftliche Plattform vor den Wahlwettbewerben im Oktober zu stärken. Sachsida wird dem Team unter der Führung von Marques beitreten, der bei Wahlveranstaltungen und Medienangelegenheiten eine sichtbare Präsenz hat. Die Kampagne hat bis heute keinen Kandidaten für den Wirtschaftsminister benannt, falls Bolsonaro den Wahlsieg erringt.
Die von der Kampagne vorbereitete wirtschaftspolitische Plattform umfasst Vorschläge zur grundlegenden Überarbeitung des brasilianischen Haushaltsrahmens durch Maßnahmen mit dem Ziel, die staatliche Schulden zu stabilisieren und zu verringern. Weitere Ziele beinhalten Beschränkungen für subventioniertes Kredit und eine schrittweise Senkung der Kosten für den Einsatz von formellen Arbeitskräften. Die Kampagne nennt nicht, wie diese Ziele erreicht werden sollen.
Neben der Wirtschaftspolitik wurden in die Kampagne Adriano Pires und Alexandre Chequer als Berater für Energie und Infrastruktur aufgenommen. Das Team wurde durch Carolina Ragazzi, eine ehemalige stellvertretende Präsidentin von Goldman Sachs in Brasilien, und Lyvia Montezano, eine sozialpolitische Aktivistin, verstärkt, als Teil eines umfassenderen Anstrengungs, um auch die Perspektiven der Frauen in die Policy-Vorschläge einzubeziehen.
Kürzlich eingelegte Umfragen zeigen, dass Präsident Luiz Inácio Lula da Silva einen knappen Vorsprung vor dem Senator Flavio Bolsonaro aufweist, und die Analysten gehen von einem möglichen zweiten Wahlgang bei der Wahl aus.









