Boston Scientific gab am Mittwoch bekannt, dass ein am 25. August entdeckter Incident der Cybersicherheit die weltweiten Betriebsabläufe gestört hat, einschließlich der Systeme, die für die Bearbeitung und Lieferung von Kundenbestellungen verwendet werden.
Der Hersteller von medizinischen Geräten setzte Einsatzproceduren für Notfälle ein und begehrte die Unterstützung von Spezialisten für Cybersicherheit, um die Bedrohung zu untersuchen und zu beenden. Das Unternehmen nannte, dass der vollständige Umfang und die Art des Vorfalls weiterhin unbestimmt sind und dass eine laufende Untersuchung stattfindet, um mögliche Auswirkungen auf seine Geschäftsaktivitäten zu bewerten.
Die Aktien von Boston Scientific fielen nach der Ankündigung im Morgengeschäft um etwa 4 %.
Analysten schätzten, dass die Störungen sich bis ins dritte Quartal erstrecken könnten. Der Analyst von Evercore ISI, Vijay Kumar, nannte einen kürzlichen Cyber-Sicherheitsvorfall beim Rivalen Stryker als potenziellen Bezugspunkt. Kumar schätzt, dass Boston Scientific unter einer ähnlichen Timeline mit einem Abschlag von 600 bis 700 Basispunkten im Umsatz des dritten Quartals rechnen muss.
Dieser Vorfall ist Teil einer breiteren Welle von Cyberangriffen auf den Gesundheitssektor. Zu den jüngsten Opfern gehörten die Hersteller von Medizintechniklösungen Abbott Laboratories, Stryker und Medtronic sowie die Krankenversicherung Clover Health, der Pharmakonzern Novo Nordisk und der Lieferant von Paketierungsgeräten West Pharmaceutical Services.













