Die Präsidentin der Bostoner Fed, Susan Collins, sagte am Dienstag, dass die US-Zentrale möglicherweise kurzfristig die Zinssätze erhöhen muss, wenn die neuen Daten keine eindeutige und anhaltende Fortschritte bei der Inflationsreduzierung auf das 2%-Ziel der Fed erweisen.
Collins, die in einer öffentlichen Rede sprach, stellte fest, dass die beschränkte geldpolitische Zinsspanne der Federal Reserve derzeit zwischen 3,5% und 3,75% liegt, eine weitere Verengung aber erforderlich sein könnte, wenn die Inflationsdrucke bestehen bleiben. "Wenn sich keine Anhaltspunkte für einen nachhaltigen Fortschritt bei der Bekämpfung der Inflation zeigen, glaube ich, dass eine kurzfristige Verschärfung der Geldpolitik erforderlich sein wird, um eine Preisstabilität innerhalb eines verhältnismässig kurzen Zeitraums zu erzielen," betonte sie.
Die Kommentare kommen vor der Veröffentlichung am Mittwoch des Personal Consumption Expenditures (PCE)-Preisindexes für Juli, ohne Nahrungs- und Energieprodukte. Von Reuters befragte Ökonomen gehen davon aus, dass der Kernindex im Jahresvergleich um 3,3% steigen wird, was die Herausforderungen für die politischen Entscheidungsträger deutlich macht, die Inflation wieder auf Zielwert zu bringen.
Collins nannte mehrere Faktoren, die zu inflativen Druckverhältnissen beitragen, darunter die kürzlich von der Trump-Administration eingeführten Einfuhrzölle und die erhöhten Ölpreise, die durch geopolitische Spannungen mit dem Iran bedingt sind. Sie betonte auch strukturelle Faktoren wie erhebliche Investitionen in künstliche Intelligenz und jüngste Steigerungen der Renditen von langfristigen Anleihen, die laut ihrer Einschätzung einen langsamen deflationären Trend unterstützen könnten, wenn die Basis-Szenarien berücksichtigt werden.
Der Chef der Bostoner Fed unterstrich, dass Bedenken über hohe Preise ein häufiges Thema bei Diskussionsveranstaltungen mit interessierten Parteien in ganz Neuengland sind und damit die Dringlichkeit des Inflationsmandats der Fed unterstreicht.












