Bitcoin konsolidierte am Freitag über 77.000 US-Dollar und verteidigte die Gewinne nach einem Zweitägsschub, der die Kryptowährung auf ihr höchste Niveau seit Mitte Mai beförderte. Der Aufstieg spiegelte die Stärke von Gold wider, das auf 4.632 US-Dollar je Unze stieg – ein 14-Wochenhoch – und damit um 2,2 % im Tagesverlauf zulegte.
Beide Aktiva erzielten zweistellige Monatsgewinne, wobei Bitcoin sich in den letzten 30 Tagen um rund 13% und Gold um 16% erhöht hat. Die Analysten führten die Rally auf eine Kombination aus Änderungen der US-Fiskalpolitik und erhöhten langfristigen Zinserträgen zurück. Als wichtige Faktoren wurden der Rekordanstieg der Staatsschulden und die Entscheidung des Finanzministeriums, die Debt-Buyback-Operationen auf mindestens 4 Milliarden US-Dollar auszuweiten, genannt.
In einem Marktkommentar des Kobeissi Letter werden die Rolle von Inflation, Defizitanlagen und der Geldpolitik des Finanzministeriums hervorgehoben, die beide Assetklassen vorangebracht haben. Die Handelsfirma QCP Capital merkte an, dass die Divergenz bei RentenpAPIerten – die zunächst geradlinig gestiegen sind und dann wieder eingebrochen sind – sich weder in Bitcoin noch in Gold vollständig ausgeglichen hat, was die Empfindlichkeit dieser Vermögensklassen gegenüber Veränderungen bei den Longkursen und der Dollarkurve unterstreicht.
Die Quoten von Polymarket, dass Bitcoin vor 2027 den Wert von 90.000 US-Dollar erreicht, sind auf 48% gestiegen, was gegenüber dem Beginn der Woche eine deutliche Steigerung darstellt. Diese Wahrscheinlichkeit spiegelt einen wachsenden Konsens über mögliche Jahresziele wider, da der Kursanstieg von Bitcoin innerhalb von zwei Tagen über 20% überschritt.
Technische Widerstand bleibt weiterhin ein zentrales Thema. Der Analyst von Rekt Capital warnte, dass Bitcoin sein 50-Wochen-Exponential-Verhältnis von 77.232 US-Dollar zurückerobern muss, um einen Übergang in einen neuen langfristigen Aufwärtstrend zu bestätigen. Wenn diese Marke nicht durchbrochen wird, könnte sich die jüngste Serie niedriger Hochs gemäß historischen Mustern fortsetzen, so der Analyst.
Der Cross-Asset-Momentum unterstreicht die breitere makroökonomische Ängstlichkeit, wobei Händler die Geldpolitik und Währungsinterventionen überwachen, um weitere Richtungshinweise zu erhalten.












