Die Bank of America hat gewarnt, dass die anhaltende Inflation der Rohstoffkosten auch in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 einen negativen Einfluss auf Unternehmen im Bereich der Konsumgüter haben wird, da die eingeschränkte Preisgehaltes die Gewinnmargen unterminiert.
Die Bank führt die Volatilität auf vermehrte geopolitische Konflikte zurück, die den Handel und die Logistik stören, auf schwankende Energiepreise, klimabedingte Störungen der landwirtschaftlichen Erträge und spekulative Geschäfte, die mit den Wetterbedingungen von El Niño verbunden sind. Die Inflation der Lebensmittelpreise bleibt ein zentrales Problem; der Verbraucherindex für Lebensmittelpreise stieg im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 %, obwohl die Preise für Lebensmitteleinkäufe im Vergleich zum Vormonat um 0,1 % sanken.
Die Energie-märkte haben ebenfalls zu Kostensteigerungen beigetragen, wobei WTI- und Brent-Rohöl bis heute um 46% und die Dieselpreise in den USA um 62% angestiegen sind. Der Benzinpreis für den Einzelhandel in den USA ist wieder über 4 USD pro Gallone gestiegen, was zum Teil vom anhaltenden Konflikt im Iran und den Störungen im Hormuschluss gesponsert wurden.
Die Preise für landwirtschaftliche Rohstoffe bewegen sich uneinheitlich. Weizen ist um 39 % gegenüber dem Jahresbeginn gestiegen, weil der Krieg zwischen Russland und der Ukraine die Handelswege durch die Schwarze See beeinträchtigt, Sojabohnen sind um 23 % und Kakaopreise um 102 % innerhalb der letzten drei Monate gestiegen. Kaffeerohpreise haben jedoch trotz eines jüngsten Anstiegs um 12 % innerhalb von drei Monaten eine Abschätzung von 2 % gegenüber dem Jahresbeginn verloren.
Die Eiweissmärkte zeigen Anzeichen einer Stabilisierung. So sind die Hühnerpreise im vergangenen Monat um 1%, die Fettfabrikröste um 19% und die Rinderpreise um 6% gesunken. Dies erklären Analysten mit einer verbesserten Beweidungsrate, der Wiedereröffnung der Grenze zwischen den USA und Mexiko sowie einer Konzentration von Produktionsanlagen, welche die Lieferungen verbessert haben.
Die Bank of America identifizierte Conagra Brands, Campbell Soup, Pilgrim’s Pride, Sanderson Farms und General Mills als Unternehmen, die für eine hochgradige Preisinflation verantwortlich sind, aufgrund ihrer Kostenstrukturen. Im Gegensatz dazu stehen die Süsswarenproduzenten, die diversifizierten Proteinproduzenten, Smucker, Kraft Heinz und McCormick einem vergleichsweise geringeren Inflationsdruck ausgesetzt.












