Der private Wirtschaftssektor in Australien expandierte im August zum vierten Mal in fünf Monaten, wobei die Dienstleistungsaktivität eine leichte Schrumpfung im produzierenden Bereich ausgleicht, laut den am Freitag veröffentlichten vorläufigen S&P Global PMI-Daten.
Der S&P Global Flash Australia Composite Output Index lag im August bei 52,5, nachdem er im Juli auf 53,2 gestiegen war. Er blieb jedoch weiterhin über der Schwelle von 50, die zwischen Expansion und Kontraktion trennt. Der PMI für Dienstleistungen fiel von 53,6 im vergangenen Monat auf 52,9, während der Produktionsindex für die Industrie auf 52,0 zurückging – unangetastet gegenüber dem Wert im Juli.
Die Erzeuger berichteten über anhaltende Herausforderungen, einschließlich Personalmangel, längerer Lieferzeiten für Rohstoffe und zunehmenden Kostendruck, was sich auf die produzierten Warenmengen auswirkte. Trotz dieser Umstände wurden in der privaten Wirtschaft die Neuzufriedungsbestellungen über den gesamten Sektor im zweiten Monat in Folge gesteigert, vor allem vom Bauindustriegewerbe. Die Exportleistungen verbesserten sich erstmalig seit März, was auf eine Erholung der internationalen Nachfrage nach australischen Waren hinzudeuten ist.
Die Reserve Bank of Australia verfügt nun über mehr Spielraum, um weitere Zinserhöhungen in Betracht zu ziehen, da die Geschäftstätigkeit trotz Anzeichen einer Abkühlung auf dem Produzierungssektor und auf dem Arbeitsmarktindikatoren stabil blieb. Die Daten lassen Rückschlüsse auf eine widersprüchliche, aber widerstandsfähige wirtschaftliche Lage zu, auf die die Geldpolitikgestalter bei ihrer Überlegung von geldpolitischen Anpassungen Rückblick nehmen müssen.













