Aurora Cannabis Inc. hat ihre Aktionäre aufgefordert, ein unaufgefordertes Übernahmeangebot von Curaleaf Holdings Inc. abzulehnen. Der Verwaltungsrat begründet dies damit, dass das Angebot die Gesellschaft unterbewerte und ihre finanzielle Lage sowie Wachstumsperspektiven nicht angemessen widerspiegle.
Der Verwaltungsrat, der einstimmig auf Empfehlung eines Sonderausschusses unabhängiger Direktoren sowie externer Berater handelt, betont, dass das Angebot von Curaleaf keinen fairen Wert für die Aktionäre von Aurora darstelle. Der Verwaltungsrat hebt hervor, dass Aurora per 30. Juni 2026 über 149 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln und beschränkten Barmitteln sowie über keine Schulden verfüge. Damit sei die finanzielle Basis des Unternehmens deutlich stärker als vom Angebot suggeriert.
Gemäss den vorgeschlagenen Bedingungen würden die Aktionäre von Aurora rund 7,7 Prozent der kombinierten Gesellschaft halten, wobei die Stimmrechte aufgrund der Mehrstimmrechtsstruktur von Curaleaf auf etwa 3,2 Prozent beschränkt wären. Der Verwaltungsrat von Aurora argumentiert, dass diese Ungleichheit die Einflussmöglichkeiten und das Wertsteigerungspotenzial der Aktionäre massgeblich verwässere.
Der Finanzberater TD Securities Inc. unterstützt die Position des Verwaltungsrats und führt an, dass das Angebot die Führungsrolle von Aurora im medizinischen Cannabisbereich, die internationalen Aktivitäten sowie die langfristige Wachstumsstrategie nicht ausreichend berücksichtige. Zudem verweist der Verwaltungsrat auf die Schulden und Leasingverbindlichkeiten von Curaleaf in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar, die im Gegensatz zur schuldenfreien Bilanz von Aurora stünden.
Miguel Martin, Executive Chairman und CEO von Aurora, betont, dass das Angebot keinen fairen Wert für die Aktionäre widerspiegele. Er warnt davor, dass eine Annahme des Angebots zukünftige Wertsteigerungen gefährden würde. Das Unternehmen hat die Aktionäre angewiesen, ihre Aktien nicht anzubieten, und rät Anlegern, die bereits ein Angebot eingereicht haben, dieses über ihren Broker oder Kingsdale Advisors zurückzuziehen.
Aurora hat am 2. September 2026 einen Directors’ Circular eingereicht, in dem die Ablehnung des Angebots dargelegt wird. Dieses war erstmals im August 2026 vorgeschlagen worden. Beide Gesellschaften hatten am 5. August 2026 ihre Finanzberichte eingereicht, die die aktuellsten verfügbaren Finanzdaten für die Beurteilung enthalten.












