Ein Aktionär der Australian Securities Exchange (ASX) plant rechtliche Schritte gegen ehemalige Direktoren, nachdem das Blockchain-basierte CHESS-Projekt zusammengebrochen ist. Die geplante Klage wirft erneut die Governance der Börse in den Fokus, nachdem diese bereits zugegeben hatte, den Markt über die gescheiterte technische Überarbeitung getäuscht zu haben.
Das CHESS-Ersatzprojekt, das darauf abzielte, das Clearing- und Settlingsystem mittels verteiltem Ledger-Technologie zu modernisieren, wurde nach schweren Verzögerungen und technischen Hürden aufgegeben. Die Einstellung des mehrfach-millionen Dollar teuren Vorhabens führte zu weit verbreiteter Kritik seitens der Marktteilnehmer und Aufsichtsbehörden, was schließlich zu Geständnissen der Börsenleitung hinsichtlich der Marktmitteilungen führte.
Die anstehende Aktionärsklage richtet sich gegen die Governance-Entscheidungen und die Überwachung der ehemaligen Aufsichtsratsmitglieder während der Entwicklungsphase des Projekts. Weitere Details zu den spezifischen Ansprüchen, der Gerichtsbarkeit und dem Zeitplan der rechtlichen Maßnahmen wurden noch nicht in den Gerichtsakten offiziell dargelegt.


