Berenberg senkte am Dienstag die Bewertung von Argenx SE auf Hold und verwies dabei nicht auf eine Veränderung der Geschäftsentwicklungen, sondern vielmehr auf die Aktienbewertung des Biotechnologiefirmen nach einem deutlichen Aufschwung. Die Brokeragebehörde behielt ihr Kursziel bei 925 Euro, von zuvor 900 Euro, und merkte zugleich an, dass die Aktie seit der Aufsteigerung von Berenberg auf Kauf im März um fast 50 % gestiegen ist.
Die Aktien von Argenx stiegen am Dienstag um 1,2 % auf 874,60 EUR und erholten sich von einem Rückgang um 4,2 % in der vorherigen Sitzung. Die Kursentwicklung der Aktie folgt positiven vorläufigen Ergebnissen aus der Phase-3-Studie ALKIVIA, in der Vyvgart bei Myosit, einer seltenen autoimmunen Muskelkrankheit, evaluiert wurde. Berenberg erhöhte seine Höchstumsetzungsprognose für Vyvgart auf 14 Milliarden US-Dollar, was auf das veränderte Potenzial des Medikaments über die bestehenden Indikationen hinaus hinweist.
Der Broker hatte bereits im Juli ein Kursziel von 900 € festgelegt, nachdem er die Möglichkeiten von Vyvgart in der Myositis und der multifokalen motorischen Neuropathie geprüft hatte. Die jüngste Herabstufung unterstreicht die Bedenken hinsichtlich der Bewertung und nicht der Fakten, da der Kursanstieg der Aktie die kurzfristigen Erwartungen überstieg.












