Abbott Laboratories stimmte mit drei Anwaltskanzleien einer Ausgleichszahlung in Höhe von 670 Millionen Dollar zu, um Ansprüche von Familien von Frühgeborenen abzuräumen, die angeblich Schäden durch die Spezialformeln des Unternehmens erlitten hätten.
Nach dem Strafantrag umfasst die Vereinbarung rund 2.000 Klagende. Insgesamt wurden rund 1.000 Klagen gegen Abbott und Mead Johnson, eine Tochtergesellschaft von Reckitt, wegen Produkten wie Similac- und Enfamil-Formeln eingereicht. Über 800 dieser Fälle sind in einem Bundesgericht in Illinois zusammengefasst.
In der Einigung ist ein zuvor entschiedener Fall enthalten, in dem Abbott zu einer Zahlung von 495 Millionen US-Dollar verurteilt wurde. Im Jahr 2024 fand eine Jury in Missouri, dass die Säuglingsnahrung von Abbott dazu beigetragen hat, dass ein vorzeitiges Mädchen aus Illinois eine nekrotisierende Enterokolitis entwickelt hat, eine schwere Darmerkrankung, die vor allem Frühgeborene betrifft. Das Unternehmen hatte das Urteil vor dem Obersten Gerichtshof des Staates Missouri angefochten, nachdem ein staatliches Berufungsgericht das Urteil im Mai 2026 bestätigt hatte.
Abbott und Mead Johnson behaupten, dass ihre Formulierungen nicht zu dieser Erkrankung führen, und weisen darauf hin, dass Muttermilch das Risiko einer nekrotisierenden Enterokolitis reduziert. Die Unternehmen betonen, dass Kliniker seit langem die schützenden Vorteile von Muttermilch anerkennen.
Die nekrotisierende Enterokolitis, die eine Gewebetod im Darm zur Folge haben kann, führt nach Angaben der in der Klage zitierten medizinischen Literatur bei betroffenen Kindern zu einer Sterblichkeitsrate von über 20 %.
Die Einigung bezieht sich auf einen erheblichen Teil der ausstehenden Rechtsstreitigkeiten in Bezug auf Babynahrungsprodukte, obwohl weitere Ansprüche möglicherweise noch offen bleiben.










