Der neuseeländische Milchproduzent A2 Milk hat im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 ein starkes Umsatzwachstum verzeichnet, musste jedoch aufgrund steigender Produktionskosten mit schwächeren Gewinnmargen kämpfen.
Das Unternehmen, das sich auf A2-Beta-Casein-Milch spezialisiert hat, gab bekannt, dass der Umsatz im Halbjahr bis zum 31. Dezember 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 12 % auf NZ$ 1,45 Mrd. (890 Mio. USD) gestiegen ist und damit die Analystenerwartungen übertraf. Das Wachstum wurde vor allem durch höhere Absatzmengen in Schlüsselmärkten wie Australien und China getragen, wobei das Unternehmen jedoch einräumte, dass die Preissetzungsmacht aufgrund des Wettbewerbsdrucks begrenzt blieb.
Der Gewinn vor Steuern sank um 8 % auf NZ$ 185 Mio., was auf höhere Rohstoff- und Logistikkosten sowie Investitionen in Marketing und Produktinnovation zurückzuführen ist. Der Nettogewinn nach Steuern ging um 7 % auf NZ$ 132 Mio. zurück. Das Unternehmen verwies dabei auf eine Margenkompression in seinen Kernmilchgeschäften.
Vorstandsvorsitzender David Bortolussi betonte, dass die Ergebnisse die Widerstandsfähigkeit der Nachfrage nach den Produkten von A2 Milk unter Beweis stellten, räumte jedoch ein, dass die Kosteninflation die Profitabilität belastet habe. „Wir sehen weiterhin eine starke Verbraucherpräferenz für unsere Produkte, insbesondere in den Premiumsegmenten“, sagte er. „Allerdings bleibt die operative Umgebung herausfordernd, da die Inputkosten weiterhin hoch sind.“
Das Unternehmen bestätigte seine Jahresprognose für ein Umsatzwachstum von 8–10 %, reduzierte jedoch die Erwartungen an die Gewinnmargen leicht, da die Kostendrucksituation anhält. Analysten von Bernstein wiesen darauf hin, dass die Verkaufsdynamik zwar ermutigend sei, eine Erholung der Margen jedoch von einer Stabilisierung der Rohstoffpreise und einer Effizienzsteigerung in der Lieferkette abhänge.
Die Aktie von A2 Milk zeigte sich in den frühen Handelsstunden kaum verändert, was eine gemischte Reaktion auf die Ergebnisse widerspiegelte. Die Aktie hat im vergangenen Jahr den breiteren Milchsektor-Index unterperformt, was auf Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Margen zurückzuführen ist.
Für das zweite Halbjahr des Geschäftsjahres plant das Unternehmen, den Fokus auf Kostensenkungen und die Positionierung im Premiumsegment zu legen, um den Margendruck abzufedern.



