Vestas erhöht Gewinnprognose für 2026 nach starkem Q2
Dänischer Windturbinenhersteller übertrifft im zweiten Quartal die Erwartungen und hebt die langfristige Ertragsaussicht an – gestützt auf kräftige Auftragseingänge und Effizienzgewinne.

Vestas Wind Systems A/S meldete am Dienstag einen stärker als erwartet ausgefallenen Quartalsgewinn und hob darauf aufbauend ihre Gewinnprognose für 2026 an.
Das Unternehmen erzielte im zweiten Quartal einen Nettogewinn von 1,2 Mrd. dänischen Kronen (175 Mio. USD) für die drei Monate bis zum 30. Juni. Im Vorjahreszeitraum hatte Vestas noch einen Verlust von 1,8 Mrd. Kronen verbucht. Der Umsatz stieg um 32 % auf 10,5 Mrd. Kronen, getrieben von höheren Turbinenlieferungen und Serviceverträgen.
Vestas führt die Gewinnsteigerung auf höhere Auftragseingänge, verbesserte operative Effizienz und strikte Kostendisziplin zurück. Der Auftragsbestand beläuft sich nun auf 23,3 Gigawatt, gegenüber 21,5 Gigawatt am Ende des ersten Quartals.
Aufgrund der aktuellen Marktlage und der Fortschritte bei der Umsetzung hob Vestas ihre Prognose für die bereinigte EBIT-Marge (vor Zinsen und Steuern) für 2026 auf 6–8 % an – zuvor lag die Spanne bei 4–6 %. Zudem bestätigte das Unternehmen sein jährliches Umsatzwachstumsziel von 10–15 % bis 2026.
Vorstandsvorsitzender Henrik Andersen betonte, die Aussichten spiegelten die Fähigkeit des Unternehmens wider, von der globalen Energiewende zu profitieren und langfristige Verträge in Schlüsselmärkten wie den USA und Europa zu sichern.
Die Vestas-Aktie stieg nach Bekanntgabe der Quartalszahlen an der Kopenhagener Börse um 4,5 % und damit stärker als der breite europäische Industriesektor.
Die Prognose basiert auf der Annahme, dass sich die makroökonomischen Rahmenbedingungen, die Wechselkurse und die Lieferketten nicht wesentlich verschlechtern.


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