Ultrapar Participações SA meldete im zweiten Quartal einen Gewinn von 1,2 Milliarden Real (230 Millionen US-Dollar), der die Analystenschätzungen übertraf, während sich die Gesamtumsätze um 1,8% gegenüber dem Vorjahr auf 23,7 Milliarden Real verringerten und so die Umsatzprognosen verfehlten.
Der in São Paulo ansässige Konzern, der in der Kraftstoffverteilung, der Chemie und im Einzelhandel tätig ist, führte die Gewinnüberschreitung auf Kosteneinsparungen und operative Effizienzen zurück, obwohl die Umsatzleistung schwächer war. Die Umsatzrückgänge wurden durch geringere Kraftstoffverkaufsvolumina und weichere Nachfrage in seinem Einzelhandelssegment teilweise ausgeglichen, wobei die Preiserhöhungen einen Beitrag leisteten.
Die Kraftstoffverteilungseinheit Ipiranga meldete im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres einen Rückgang der Kraftstoffverkaufsvolumina um 3%, während das Einzelhandelssegment Via Varejo eine Umsatzrückgang um 5% gegenüber dem Vorjahr verzeichnete. Die Chemiedivision Oxiteno verzeichnete einen moderaten Umsatzanstieg um 1%, der durch höhere Produktpreise unterstützt wurde.
Analysten hatten nach einer Refinitiv-Konsensschätzung von 24,1 Milliarden Real mit Umsätzen gerechnet. Der Gewinn jedoch übertraf das durchschnittliche Schätzungsziel von 1,1 Milliarden Real.
Die Geschäftsführung von Ultrapar führte aus, dass sich die makroökonomischen Hürden, darunter höhere Zinssätze und inflationäre Druck, weiter auf die Verbraucherausgaben und die Kraftstoffnachfrage ausgewirkt haben. Der Konzern behielt seine Vorjahresprognose bei, da er auf eine allmähliche Erholung im zweiten Halbjahr hofft.
Die Aktien von Ultrapar schlossen am Mittwoch in São Paulo um 1,2% höher, nachdem zuvor Verluste eingetreten waren, nachdem die Gewinnmitteilung veröffentlicht worden war.



