Die Haushaltenergie-Schulden in Großbritannien sind zum Ende Juni auf 6 Milliarden Pfund gestiegen, wie aus Daten der Industriegruppe EnergyUK hervorgeht, die vor einer geplanten Ankündigung des Regulators Ofgem zum Haushaltspreiskap bekanntgegeben wurden.
Die Summe zeigt die ausstehenden Zahlungen und Zahlungsrückstände an, die von Verbrauchern angesammelt wurden. Diese Zahl dürfte noch weiter ansteigen, wenn Ofgem in dieser Woche einen Anstieg der Preisobergrenze von 4 % vollzieht. Der Regulierungsgeber legt die Obergrenze quartalsweise fest und berücksichtigt dabei die Großhandelspreise, die Netzkosten der Lieferanten sowie Umwelt- und Sozialabgaben.
Die Großhandelspreise für Energie sind in diesem Jahr aufgrund der geopolitischen Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt angestiegen und haben dazu beigetragen, dass die Rechnungen für Haushalte höher wurden. EnergyUK vermerkt, dass der derzeitige unbezahlte Schuldenstand ungefähr 50 Pfund pro Jahr auf der Rechnung des durchschnittlichen Verbrauchers entspricht, was etwa 3% der üblichen Jahreskosten entspricht. Ohne staatliche oder regulatorische Intervention schätzt die Industriegruppe, dass der Schuldenstand bis Ende des Jahres 7 Milliarden Pfund erreichen könnte.
Ein separates Vorschlag zur Einhebung von 500 Millionen Pfund Schulden für die ärmsten Kunden befindet sich weiterhin im Stau und erfordert eine Gesetzgebung, die bisher nicht erholt wurde. Der Zeitpunkt der Ankündigung von Ofgem folgt auf ein Telefonat mit Journalisten, in dem EnergyUK den zunehmend sich beschleunigenden finanziellen Druck auf die Haushalte angesichts steigender Energiekosten betonte.












