UBS hat ihre Ölpreisprognosen für Brent-Rohöl nach oben revidiert und schätzt das Jahresendlager auf 95 USD pro Barrel – gegenüber einem vorherigen Schätzungswert von 85 USD. Gleichzeitig hat die Bank einen mittelhinreichenden pessimistischen Ausblick beibehalten, trotz vereinzelt höherer geopolitischer Risiken. Der Strateg des Instituts, Giovanni Staunovo, hat die jüngsten Angriffe auf die saudische Energieinfrastruktur und iransichen Drohungen als kurzfristige Treiber eines Anstiegs des Ölpreises genannt. Ungewissheit besteht jedoch weiterhin bezüglich der Konfliktdynamiken im Nahen Osten sowie des Tempos der Produktion und der Nachfrageherstellung in der Golfregion.
Die Prognoseanpassungen reflektieren eine allgemeinere Verschärfung bei den globalen Rohölbeständen, die in den vergangenen zwei Monaten um 150 Millionen Barrel gesunken sind, was vor allem auf verminderte Ausfuhren von wichtigen Produzern wie dem Nahen Osten, Russland, Mexiko, der Nordsee und Brasilien zurückzuführen ist. Die Brent-Rohölpreise stiegen am Tag der Publikation über die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel, was die Empfindlichkeit der Märkte gegenüber Versorgungsunterbrechungen unterstreicht. UBS geht weiterhin davon aus, dass der Preis für West Texas Intermediate (WTI) gegenüber Brent um 4 USD niedriger ist.
Staunovo betonte, dass die Risiken für die Preise zwar weiterhin nach oben tendieren, der Ausblick der Bank dennoch gemässigt konstruktiv ist. Die Prognosen umfassen 85 USD für das Mittlerweile 2027, 90 USD für März 2027 (von 80 USD erhöht) und 80 USD für September 2027, unverändert von den früheren Projektionen.












