UBS hat BP, TotalEnergies und Vår Energi in ihrem jüngsten Bericht Equity Compass als die attraktivsten europäischen Energieaktien hervorgehoben und nennt dabei eine Kombination aus Bewertung, Dividendenrendite und operativer Effizienz als Grund.
Der Global Equity Framework der Schweizer Bank bewertet das Trio auf die Grundlage ihrer Fähigkeit, Aktionärenrenditen zu erzielen, während sie gleichzeitig finanzielle Disziplin in einem sich verändernden Energieszenario bewahren. BP, das von seinem ersten extern bestellten CEO geleitet wird, hat sich nach der Umkehrung einer Strategie, die 2020 verabschiedet wurde, wieder auf die Kerngeschäfte in den Bereichen Öl und Gas konzentriert. Das Unternehmen produziert rund 2,4 Millionen Barrel Ölequivalent pro Tag in den USA, Nordafrika, dem Nahen Osten und Lateinamerika. UBS bemerkt, dass BP den höchsten Leverage gegenüber den Ölpreisen unter seinen wichtigen Konkurrenten bietet aufgrund des erhöhten finanziellen Leverage, während seine Bewertung die niedrigste im Konzern und seine Dividendenrendite die höchste ist.
TotalEnergies, Frankreichs grösste Energiegesellschaft, produziert täglich rund 2,4 Millionen Barrel Petroleumbestandteile. Der Konzern verfügt über die höchste Rentabilität über den gesamten Zyklus unter den fünf führenden europäischen Rohölkonzernen und ist mit einer ausgeprägten Präsenz in Afrika der weltweit zweitgrösste Produzent von flüssigem Erdgas. UBS unterstreicht die geringe Schuldenposition und die diversifizierte Ertragsbasis von TotalEnergies sowie die konstanten Erträge für die Anleger durch regelmässige und Sonderdividenden sowie Rückkäufe. Das Unternehmen plant, die Erdölexportleitung in Fujairah in Abu Dhabi auszubauen und hat einen neuen Explorationsmanager ernannt, um Chancen auf der norwegischen Festlandsscholle zu prüfen.
Das dritte Unternehmen, Vår Energi mit Fokus auf Norwegen, produziert rund 450.000 Barrel Ölequivalent pro Tag, wobei 90 % der Produktion aus Norwegen stammt. Eni hält 60 % der Anteile an dem Unternehmen, das von UBS für seine indikative Dividendenrendite von nahezu 10 % sowie reduzierte Kosten pro Einheit identifiziert wird. Der jüngste Erwerb von BlueNord durch Vår Energi, der den Zugang zum dänischen Underground Consortium ermöglicht, wird voraussichtlich einen Viertel der jährlichen Dividenden finanzieren – bei einer 9 %-igen Verdünnung für die bestehenden Aktionäre. Das Unternehmen meldete im zweiten Quartal einen bereinigten Nettogewinn von 0,33 USD pro Aktie bei einem Umsatz von 3,72 Mrd. USD und übertraf dadurch die Analystenprognosen. Zudem hat das Unternehmen eine Partnerschaft mit Equinor und Aker BP für die Exploration von Vorpostenbereichen für Öl und Gas in Norwegen eingegangen.












