Die Renditen der US Staatsanleihen bewegten sich am Freitag in Richtung mehrjähriger Höchststände und egalisierten ein früheres Abschwächtungsmedium, da die Finanzdefizite und hawkische Erwartungen der Zentralbank die Versicherungen von Finanzminister Scott Bessent übertreffen, dass die Höhe der staatlichen Verschuldung "nichts Magisches" habe.
Die Zinssätze der 10-jährigen US-Staatsanleihen rissten an die 4,70% und die Zinssätze der 30-jährigen US-Staatsanleihen kreisten um die 5,25%, was nahe ihrem 19-jährigen Höchststand von 5,337% lag, der Anfang der Woche erreicht worden war. Dieser Anstieg folgte darauf, dass die US-Staatsverschuldung zum ersten Mal über 40 Billionen US-Dollar stieg, ein Meilenstein, das Bessent zufolge durch wirtschaftliche Entwicklung besser zu bewältigen sei als durch eine unmittelbare fiskalische Straffung.
Die globalen Anleihenmärkte mussten ihre Verluste für die zweite Woche in Folge verkraften, da die Investoren die langfristigen Kreditkosten neu evaluierten. In Europa stieg die Zintrendite des deutschen Bunds 10 Jahre auf 3,254%, wobei es fast auf das höchste Niveau seit dem Mai 2011 kam, während die Rendite des französischen 2-jährigen Staatsanleihens auf 2,841% kletterte. Die Rendite des französischen Staatsanleihen (OAT) mit einer Laufzeit von 10 Jahren bewegte sich bei 4,10%, was die persisternde regionale Inflation und die Unverträglichkeiten auf dem Primärmarkt widerspiegelt.
Die Geldmärkte erhöhten die Wetten auf eine Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank im September, wobei Händler auf anhaftende Inflationsdaten und Engpässe auf der Angebotsseite auf den Schuldenmärkten des Blocks verwiesen. Die Bilanzen der Primärdealer in den USA wurden weiterhin von der starken Ausgabe von Bunds und Unternehmensschulden belastet, insbesondere von Unternehmen aus dem Technologiesektor, die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz finanzieren.
Die geopolitischen Risiken im Nahen Osten wirkten sich in einem Aufwärtstrend der Terminkonstanten bemerkbar, da Drohungen über ausgedehnte US-Sanktionen gegen Teheran den Tankerverkehr durch den Hormus-Kanal störten. Brent-Rohöl hielt sich in der Nähe von 93 Dollar je Fass, was auf erhöhte Energiekostenrisiken zeige, die die Inflationskontrolle von Zentralbanken erschweren.
Der Investorenfokus richtet sich auf das jährliche Symposium der Federal Reserve in Jackson Hole, wo die Geldpolitikexperten weitere Hinweise zur Entwicklung der langfristigen Kreditkosten unter anhaltenden fiskalischen und inflationären Druck geben werden.












