Die Vereinigten Staaten und Venezuela haben ein beispielloses Ölanlager-Abkommen abgeschlossen, das Washington die Kontrolle über 65 Milliarden Barrel venezolanischen Rohölreserven einräumt, wobei dieser Umfang die gesamten bewiesenen Reserven der USA von 46 Milliarden Barrel übersteigt. Von US-Präsident Donald Trump verkündet und von der venezolanischen Übergangspräsidentin Delcy Rodriguez bestätigt, definiert das 25-jährige Abkommen eine Struktur, in der die USA einen 55-prozentigen Anteil an der Partnerschaft halten.
Nach den Bedingungen wird Venezuela 100 Milliarden Dollar an Investitionen sowie 209,3 Milliarden Dollar an Steuern und Rohstoffübungen erhalten, wobei rund 19 Dollar pro Barrel inländisch verbleiben. Die Vereinbarung erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem die strategischen Erdölvorräte der USA nahe einem 44-jährigen Tiefstand liegen, was auf Versorgungsspannungen in Verbindung mit regionalen Konflikten zurückzuführen ist. Die Vereinbarung betrifft 17 Ölfelder, hauptsächlich im Orinoco-Gürtel und am Maracaibo-See, mit einer geschätzten Ausbeute von 20 % – ein technischrealisierbares, aber historisch nicht erfülltes Mass.
Kritiker heben erhebliche Bedenken hinsichtlich Transparenz und Rechtsgültigkeit hervor. Die Verhandlungen fanden ohne öffentliche Ausschreibung statt, was Zweifel an der Tragfähigkeit des institutionellen Rahmens Venezuelas aufwirft. Juristen, darunter Juan Carlos Apitz von der Zentraluniversität Venezuelas, vermuten, dass das Abkommen trotz der Anerkennung durch die USA künftigen rechtlichen Anfeindungen ausgesetzt sein könnte. Finanzanalysten wie Francisco Monaldi vom Baker-Institut der Rice University stellen die Finanzbedingungen in Frage und verweisen auf die undurchsichtigen Ölpolitik seit Januar unter US-Prärogative.
Der operative Anwendungsbereich des Abkommens umfasst既entwickelte und ungeexplorierte Felder und ermöglicht somit eine sofortige Exportkapazität, während die Infrastrukturreparaturen und die Schwerölabscheidung im Orinoco-Band fortgeschritten sind. Während Trump den Pakt als Partnerschaft mit privaten Unternehmen beschrieben hat, ist die Teilnahme Firmen wie der von Sicherheitsskeptiker Alejandro Betancourt geleiteten North American Blue Energy Partners von beiden Seiten, den US- oder die venezolanischen Behörden, nicht bestätigt.
Die venezolanische Staatsnaftgesellschaft PDVSA und das Ölministerium des Landes haben sich nicht zu der Vereinbarung geäussert, so dass wichtige operative Details unklar bleiben.













